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Luxus-Kreuzfahrten

Tui prüft Joint Venture für Hapag-Lloyd Cruises

Hapag Lloyd-Cruises
Mit New-York-Skyline: Die MS Europa 2 ist eines der beiden Luxusschiffe von Hapag-Lloyd Cruises.
Mit New-York-Skyline: Die MS Europa 2 ist eines der beiden Luxusschiffe von Hapag-Lloyd Cruises.

Das bislang auf deutschsprachige Gäste ausgerichtete Angebot der Reederei soll ausgeweitet werden. Dafür gibt es verschiedene Optionen.

HAMBURG. Hapag-Lloyd Cruises ist vor allem auf Gäste aus dem deutschsprachigen Raum ausgerichtet. "Die Nachfrage für Luxus-Kreuzfahrten ist auch in nicht-deutschsprachigen Ländern vorhanden, daher bewertet Tui wie zuvor bereits angekündigt die strategischen Optionen für eine Expansion", berichtet der Konzern.

Aus Sicht der Tui kämen verschiedene Wachstums- und Finanzierungsmöglichkeiten infrage, um die Expansion von Hapag-Lloyd Cruises zu unterstützen. "Die Tui führt dazu insbesondere Gespräche über Joint-Venture-Strukturen wie Tui Cruises", heißt es. Tui Cruises ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit der US-Reederei Royal Caribbean Cruises. Das integrierte Modell – Tui bedient die gesamte Wertschöpfung von Vertrieb, Veranstalter, Incoming bis hin zu Hotels und Schiffen – soll weitergeführt "und die Expansion bei Hotels und Kreuzfahrten kapitalschonend beschleunigt werden".

Die hundertprozentige Tui-Tochter Hapag-Lloyd Cruises in Hamburg betreibt die beiden Luxusschiffe Europa und Europa 2, die 2019 in Dienst gestellten Expeditionsschiffe Hanseatic Nature und Hanseatic Inspiration sowie die Bremen. Das Expeditionsschiff Bremen wird mit Übergabedatum Anfang Mai 2021 an die Schweizer Reederei Scylla veräußert, weil dann das dritte neugebaute Expeditionsschiff der Hanseatic-Klasse, die Spirit, die Flotte verstärkt.

Alle Hapag-Schiffe stehen im Besitz des Tui-Konzerns. Die zunächst gecharterte Europa 2 wurde vor fünf Jahren für 278 Mio. Euro gekauft, "um effizienter zu wirtschaften und den Wert der Vermögenswerte weiter zu steigern", wie es damals hieß.

Hapag-Lloyd Cruises erzielte laut Tui-Geschäftsbericht im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 bei einer Auslastung von 79 Prozent eine durchschnittliche Tagesrate von 641 Euro gegenüber 615 Euro im Geschäftsjahr davor.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserer Schwesterzeitung fvw.

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