Ukraine-Krieg: Deutschland: ZEW-Konjunkturerw...
Ukraine-Krieg

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen weiter düster

IMAGO / Ikon Images
Die Bewertung der Konjunkturlage hat sich weiter verschlechtert.
Die Bewertung der Konjunkturlage hat sich weiter verschlechtert.

Belastet durch den Krieg in der Ukraine sind die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie gefallen.

Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel im April gegenüber dem Vormonat um 1,7 Punkte auf minus 41,0 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Im März war der Indikator belastet durch den Krieg in der Ukraine mit Rekordtempo eingebrochen.

Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang auf minus 48,5 Punkte prognostiziert. Zu Beginn der ersten Corona-Welle hatte der Indikator im März 2020 mit minus 49,5 Punkten noch niedriger gelegen.

Die Bewertung der Konjunkturlage verschlechterte sich im April um 9,4 Punkte auf minus 30,8 Zähler. Volkswirte hatten hier mit minus 35,0 Punkten gerechnet.

"Die Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage schlecht ist und sich noch weiter verschlechtern wird", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Ein kleiner Lichtblick sei der Rückgang der Inflationserwartungen. "Die Aussicht auf eine Stagflation in den kommenden sechs Monaten besteht jedoch nach wie vor", sagte Wambach. Unter einer Stagflation versteht man ein gleichzeitiges Auftreten einer Inflation und einer schwächelnden Wirtschaft.

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