Dehoga-Umfrage

Im Gastgewerbe explodieren die Kosten

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Gas ist knapp und wird immer teurer
Gas ist knapp und wird immer teurer

Die steigenden Energiepreise stehen laut einer Erhebung des Dehoga bei 89 Prozent der Betriebe ganz oben im Problem-Ranking. 

"Die Hoteliers und Gastronomen in Deutschland leiden unter der Kostenexplosion bei Energie, Lebensmitteln und Personal", sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Das geht hervor aus einer aktuellen Umfrage des Verbands.

Umso wichtiger sei die am Sonntag im Entlastungspaket verkündete Verlängerung der 7% Mehrwertsteuer für Speisen in Restaurants. "Das Beibehalten des reduzierten Mehrwertsteuersatzes ist das richtige und dringend benötigte Signal für die Branche in herausfordernden Zeiten, das Mut und Hoffnung macht", sagt Zöllick.

Die aktuelle Dehoga-Umfrage belege, dass die Energiekosten bereits jetzt bei fast der Hälfte der Betriebe (48,8%) auf 10 Prozent und mehr des Umsatzes gestiegen seien, bei 10,7 Prozent machten die Energiekosten zwischen 15 und 20 Prozent des Umsatzes aus, bei 8,7 Prozent betragen die Kosten mehr als 20 Prozent des Umsatzes.

Belastungen begrenzen 

"Es bleibt zu hoffen, dass es der Bundesregierung gelingt, mit den geplanten Maßnahmen die massiven Belastungen für Unternehmer und Mitarbeiter zu begrenzen", so Zöllick weiter. "Jetzt kommt es auf die Konkretisierung und Umsetzung des verabredeten Entlastungspakets an, das gilt insbesondere auch für die Unternehmenshilfen." 

Die steigenden Energiepreise stehen bei 89 Prozent der Betriebe ganz oben im Problem-Ranking. 56,3 Prozent der Unternehmer berichten von angekündigten Preissteigerungen bei Strom, die durchschnittlich 103,8 Prozent betragen. Bei 60,8 Prozent der Betriebe werden sich die Gaspreise um durchschnittlich 152,4 Prozent erhöhen. "Der Kostendruck im Gastgewerbe nimmt weiter zu", sagt Zöllick. Dabei sei zu beachten, dass rund 40 Prozent der Betriebe noch keine Information ihres Energieanbieters erhalten hätten.

Hinzu kommt, dass der Umsatz der Branche weiter unter Vorkrisenniveau liegt. Für August meldet  das Gastgewerbe ein Umsatzminus von nominal 2,6 Prozent gegenüber August 2019 (ahgz berichtete). Von Januar bis August 2022 setzten die Betriebe im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum 9,7 Prozent weniger um.

Es steht ein schwieriger Winter bevor 

"Die Sorgen und existenziellen Nöte in der Branche wachsen", so Zöllick und verweist auf die Umfrageergebnisse. Danach schätzen 37,7 Prozent der Unternehmer die Kostenentwicklung im Bereich Energie als "existenzbedrohend" ein. Neben den Energiekostensteigerungen gehören die steigenden Lebensmittelpreise (73,5%), die Umsatzrückgänge (67 %) sowie die Personalkosten (62,5%) zu den größten Herausforderungen für die Betriebe.

"Das Gastgewerbe steht vor einem schwierigen Winter", prognostiziert Zöllick. Umso mehr zählten die richtigen politischen Weichenstellungen. "Die Gewährleistung der Energiesicherheit und konkrete Maßnahmen zur Eindämmung der Preisexplosion bei Gas und Strom müssen jetzt oberste Priorität haben." 
Umfrage
An der Umfrage des Dehoga Bundesverbandes zur aktuellen Situation im Gastgewerbe nahmen vom 31. August bis 4. September 3000 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland teil.

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