Umfrage: Mehrheit der Gäste befürwortet 2G pl...
Umfrage

Mehrheit der Gäste befürwortet 2G plus

IMAGO / Bihlmayerfotografie
2G-plus-Regel: Die Gäste zeigen sich damit laut einer Umfrage mehrheitlich einverstanden.
2G-plus-Regel: Die Gäste zeigen sich damit laut einer Umfrage mehrheitlich einverstanden.

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet laut einer Umfrage die 2G-plus-Regel in der Gastronomie. 53 Prozent der Teilnehmer sprachen sich in einer Erhebung des Meinungsforschers Yougov für die Vorschrift aus, 35 Prozent lehnen diese ab, 13 Prozent machten keine Angabe.

Bund und Länder hatten vergangene Woche eine bundesweite 2G-plus-Regelung für Restaurants, Cafés und Kneipen vereinbart. Demnach haben nur Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test sowie Menschen mit Auffrischungsimpfung Zugang.

Der Dehoga hatte die schärferen Zugangsregeln kritisiert und vor weiteren Umsatzeinbußen gewarnt. Die flächendeckende Einführung von 2G-plus-Regeln sei für viele ein "Desaster", sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. Sie wies darauf hin, dass weniger als die Hälfte der Menschen geboostert seien.

Stimmen aus der Branche

Auch weitere Branchensprecher hatten sich kritisch über die Regelung geäußert. So sagte etwa Andrea Belegante, Hauptgeschäftsführerin Bundesverband der Systemgastronomie: "Erneut ist es nach den jüngsten Beschlüssen so, dass die Systemgastronomie wieder mit deutlichen und harten Einschränkungen konfrontiert wird. Das ist mehr als enttäuschend, macht fassungslos und stürzt einmal mehr die vielen mittelständischen Unternehmen meiner Branche in existentielle Sorgen."

Und Stephan von Bülow, Vorsitzender der Geschäftsführung Block Gruppe, äußerte sich wie folgt: "Die 2G-plus-Regelung ist ein weiterer schwerer Schlag für die Gastronomie und Hotellerie, der es dringend erfordert, die Wirtschaftshilfen aufzustocken. Darüber hinaus muss die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen entfristet werden, um der Gastronomie ein Überleben zu ermöglichen. Neben einer Erweiterung der Testkapazitäten braucht es nach zwei Jahren eine Perspektive und Planungssicherheit für unsere Branche. Die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern erschweren für uns die Situation zusätzlich."

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