Wegen Corona-Fallzahlen: UPDATE Schärfere Auf...
Wegen Corona-Fallzahlen

UPDATE Schärfere Auflagen für bayerische Corona-Hotspots

Sachelle Babbar via www.imago-images.de
Hohe Fallzahlen: Corona stellt München vor neue Herausforderungen
Hohe Fallzahlen: Corona stellt München vor neue Herausforderungen

Auf öffentlichen Plätzen gilt Maskenpflicht, auch die Gastronomie wird eingeschränkt. München ist schon betroffen, ebenso Regensburg.

MÜNCHEN. Die Corona-Fallzahlen in München sind bereits vergangene Woche über den kritischen von 50 Fallzahlen pro 100.000 Einwohner gestiegen. Nun reagiert die bayerische Landeshauptstadt mit Maßnahmen, die auch die Gastronomie betreffen. Im öffentlichen Raum dürfen sich noch nur bis zu fünf Personen oder Angehörige zweier Haushalte treffen. Die Kontaktbeschränkungen gelten auch für die Gastronomie.

Maskenpflicht an besonders belebten öffentlichen Orten

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) teilte zudem mit, dass an privaten Feiern - zum Beispiel Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen - in geschlossenen Räumen nur noch 25 Menschen teilnehmen, im Freien 50 Menschen. Für kulturelle oder Sport-Veranstaltungen gilt diese Reduktion bisher nicht.

Darüber hinaus wird es nach Angaben des Oberbürgermeisters eine Maskenpflicht an besonders belebten öffentlichen Orten geben: auf dem Viktualienmarkt, dem Marienplatz und der Sendlinger Straße. Das gelte dann sowohl im Gehen und Stehen als auch im Sitzen. Der Alkoholausschank - und Konsum in der Öffentlichkeit soll ebenfalls beschränkt werden. Geltungsdauer der Regeln solle jeweils sieben Tage sein, erläuterte Reiter. Die Maßnahmen in München, die bei Veranstaltungen sogar schärfer ausfallen als in Vorgaben der Landesregierung, sollen am 24. September in Kraft treten, so nicht die Fallzahlen doch noch sinken.

Ministerpräsident Söder ist "besorgt"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte gegenüber BR24, die Lage in München bereite ihm große Sorgen. Er stehe in engem Austausch mit Oberbürgermeister Reiter. So hat Söder auch die Vorgaben für Corona-Hotspots in Bayern allgemein verschärft - Regensburg hat beispielsweise auch sehr hohe Fallzahlen. Folgende Maßnahmen gelten für betroffene Kommunen in Bayern: Maskenpflicht an öffentlichen Orten, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann sowie ein Alkoholverbote ab 22 Uhr in der Öffentlichkeit und Einschränkungen für Feiern - maximal 50 Personen im Innenraum, bis zu 100 im Freien. Jeder zweite Corona-Fall in Bayern sei ein junger Erwachsener.

Übersicht aller möglicher regionaler Corona-Auflagen in Bayern 

Folgende Maßnahmen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden werden bei Überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 50 für geeignet gehalten:

• Beschränkung des gemeinsamen Aufenthalts im öffentlichen Raum auf vor allem maximal zwei Hausstände, nahe Angehörige oder auf Gruppen von bis zu fünf Personen. Das gilt auch für Regelungen, die auf die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum Bezug nehmen

• Beschränkung des Teilnehmerkreises von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken auf vor allem maximal zwei Hausstände, nahe Angehörige oder auf Gruppen von bis zu fünf Personen

• Beschränkung der zulässigen Anzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen oder ähnlichem auf höchstens ein Viertel der in der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgesehenen Teilnehmergrenzen, also auf bis zu 25 Teilnehmer in geschlossenen Räumen oder bis zu 50 Teilnehmer unter freiem Himmel

• Anordnung einer Maskenpflicht auf bestimmten stark frequentierten öffentlichen Plätze

• Verbot des Konsums von Alkohol auf bestimmten stark frequentierten öffentlichen Plätzen (außerhalb des zulässigen Gastronomiebetriebs nach § 13 Abs. 4 der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung)

• Untersagung der Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle in der Gastronomie in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr („Sperrstunde“)

• Beschränkung des Besuchs von Einrichtungen wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen auf täglich eine Person (in der Regel aus dem eigenen Hausstand oder nahe Angehörige), bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam, während einer festen Besuchszeit (Quelle: Dehoga Bayern)

Frankreich: Bars und Restaurants müssen wieder schließen vom 24. Sep 2020

stats