Dehoga-Umfrage: Verhaltener Neustart in Baden...
Dehoga-Umfrage

Verhaltener Neustart in Baden-Württemberg

Olena Buyskykh/Colourbox.de
Hier hofft man auf noch mehr Touristen: Baden-Württembergs Destinationen wie Freiburg haben wieder für Urlauber geöffnet
Hier hofft man auf noch mehr Touristen: Baden-Württembergs Destinationen wie Freiburg haben wieder für Urlauber geöffnet

Die touristische Nachfrage am Pfingstwochenende blieb hinter den Erwartungen zurück.

STUTTGART. Die Wiedereröffnung der Hotels für Touristen bedeutet keinesfalls das Ende der Coronakrise. Das macht der Dehoga Baden-Württemberg deutlich, der übers Wochenende 778 Beherbergungsbetriebe gefragt hat. Bei zwei Dritteln dieser Betriebe lagen die Umsätze an Pfingsten bei weniger als 25 Prozent des Vorjahresniveaus.

"Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, wie schwer der Weg ist, der noch vor den Betrieben unserer Branche liegt", sagt Dehoga-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt. Gewichtige Gründe für die unbefriedigende Buchungssituation sind aus seiner Sicht die weiter bestehenden Einschränkungen für wichtige Bereiche der Hotellerie. "Das betrifft nicht nur Einschränkungen im Restaurantbereich, sondern zum Beispiel auch im Bereich Bäder und Wellness. Die Einschränkungen, die es gibt, lassen viele Gäste mit ihren Buchungen zögern."

Immer noch keine Perspektiven für Clubs, Discos und Großevents

Laut der Dehoga -Umfrage sind die Umsätze der teilnehmenden Hotelbetriebe seit Beginn der Coronakrise im März um 83 Prozent eingebrochen. Aufs ganze Jahr 2020 bezogen rechnen die Hoteliers mit einem Umsatzrückang von durchschnittlich 59 Prozent. Der Dehoga-Landesvorsitzende sieht daher trotz der jetzt erfolgten teilweisen Öffnungen und Lockerungen weiterhin massiven Unterstützungsbedarf für die Branche. "Wenn wir eine große Pleitewelle im Gastgewerbe noch abwenden wollen, müssen von Land und Bund und zusätzliche Hilfen in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen kommen." Dies gelte umso mehr, weil wichtige Teile der Branche – Diskotheken und Clubs, aber auch Catering-Unternehmen, die ihr Geld mit Großveranstaltungen verdienen – nach wie vor keine terminiert Öffnungsperspektive haben.

Bislang schlechte Buchungslage für den ganzen Sommer

Auch in der Hotellerie lässt die Buchungslage für die kommenden Monate noch zu wünschen übrig.  83,1 Prozent der befragten Hoteliers in Baden-Württemberg bezeichnen die Buchungslage im Juni als schlecht, lediglich 17 Prozent der Umfrageteilnehmer sprechen von einer befriedigenden oder guten Buchungslage. Für die Monate Juli und August zeichnet sich eine langsame Verbesserung ab: Der Anteil der Betriebe, die von einer schlechten Buchungslage sprechen, sinkt nur leicht und liegt für Juli bei 79,2 Prozent und für August bei 75,3 Prozent.

Die ahgz hat in den vergangenen Tagen ebenfalls einige Gastgeber gefragt, wie bei ihnen der Restart gelaufen ist. Die ausführlichen Antworten dazu lesen Sie hier:


red/rk

stats