Schadensersatz: Wegen Betriebsschließungen: K...
Schadensersatz

Wegen Betriebsschließungen: Kommt jetzt eine Klagewelle?

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Zahlreiche geschlossene Betriebe: Soweit soll es nicht kommen
Zahlreiche geschlossene Betriebe: Soweit soll es nicht kommen

Eine Rechtsanwaltskanzlei bereitet Klagen zur finanziellen Entschädigung für das Gastgewerbe vor. Betriebe können sich ohne Zusatzkosten der Initiative anschließen.

Der neu gegründete Bund der Gastfreundschaft und Deutschlands größte Verbraucherschutzkanzlei, Gansel Rechtsanwälte, haben sich zusammengetan, um finanzielle Entschädigungen für die krisengeplagte Gastronomie und Hotellerie durchzusetzen. Ziel ist, Schadensersatzansprüche wegen Corona-bedingter Betriebsschließungen bei den Bundesländern geltend zu machen. Das teilte die Kanzlei mit. Interessierte Unternehmer können sich ohne Kostenrisiko für die Aktion anmelden.

Philipp Caba, Rechtsanwalt bei Gansel Rechtsanwälte, erklärte: „Die entstehenden Kosten werden wir entweder über eine vorhandene Rechtsschutzversicherung oder einen Prozessfinanzierer abdecken." Für Kläger ohne eintrittspflichtige Rechtsschutzversicherung erhält der Prozessfinanzierer im Erfolgsfall eine Provision bis zu 35 Prozent der Entschädigungssumme. Rechtsschutzversicherte Kläger erhalten im besten Fall eine volle Erstattung ihres Einnahmeausfalls. Der Pressesprecher der Kanzlei, Ingo Valldorf, teilte der ahgz ergänzend mit: „Das Ziel ist es, möglichst alle Landgerichte in Deutschland – es gibt 116 – mit entsprechenden Klagen zu ‚versorgen‘, sodass das Thema auf die Agenda möglichst vieler Richter kommt.“ Ziel sei aber eine Einigung. „Ein politischer Konsens wäre sinnvoller und schneller.“

Wegen Betriebsschließungen: Kommt jetzt eine Klagewelle?



Der Bund der Gastfreundschaft wurde im März im Zuge der Corona-Pandemie und den verheerenden Folgen des Lockdowns von den drei Hamburger Gastronomen Johannes Riffelmacher, Koral Elci und Patrick Rüther gegründet. „Wir haben in den letzten Monaten über Briefe, Initiativen und eine Petition mit 123.000 Unterschriften versucht, einen offenen politischen Dialog zu erwirken. Leider hat das bisher nicht dazu geführt, dass wir eine wirtschaftliche Perspektive für unser Gewerbe erkennen können“, erklärte Riffelmacher. Rüther ergänzte, die Einschränkungen seien zwar angemessen und sinnvoll zur Eindämmung des Coronavirus gewesen. „Aber obwohl alle Bürgerinnen und Bürger davon profitierten, wurde die Rechnung nicht fair aufgeteilt. Ganz besonders das Gastgewerbe mit seinen Restaurants, Bars, Caterern, Eventveranstaltern und Hotels musste bisher die Last tragen - und trägt sie auch weiterhin."

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