Alarmstufe Rot: Die Branche ruft zur Großdemo...
Alarmstufe Rot

Die Branche ruft zur Großdemonstration am 28. Oktober auf

imago images/Christian Thiel

#OnFire. Unter diesem Motto steht die 2. Großdemonstration der Veranstaltungswirtschaft, zu der das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot gemeinsam mit mit dem Dehoga Bundesverband und zahlreichen weiteren Verbänden aufruft.

Als besonders hart von der Pandemie betroffene Branchen protestieren die großen Verbände und Initiativen nun im Schulterschluss. Sie fordern gemeinsam Hilfsprogramme, die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderprogramme.


Die Veranstaltungswirtschaft in Deutschland sei als sechstgrößter Wirtschaftszweig mit über einer Million direkt Beschäftigten und einem direkten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt in Höhe von rund 150 Mrd. Euro jährlich ein eminent wichtiger Wirtschaftsfaktor, so die Verbände. Über einen Kernumsatz von rund 130 Mrd. Euro hinaus veranlasse die Branche mit mehr als 264 Mrd. Euro rund das Doppelte an veranstaltungsbezogenen Ausgaben pro Jahr.

Einen wesentlichen Teil dieser so genannten Peripherieumsätze generiere die ebenfalls besonders hart von der Pandemie betroffene Tourismuswirtschaft, die mit 3 Millionen Arbeitsplätzen einen Umsatz von rund 290 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Gemeinsame Protestaktion am Alexanderplatz

Diese enge Verflechtung ist es auch, die die größten Verbände und Initiativen der Branchen dazu veranlasst, in einer gemeinsamen Protestaktion in Berlin aufzutreten, um von der Bundesregierung gezielte Maßnahmen zur Rettung einzufordern. Die größten Probleme mit den derzeitigen Hilfsprogrammen bestehen darin, dass sie sich nicht am wirklichen Bedarf der Unternehmen orientieren.

In einem gemeinsam zwischen dem Aktionsbündnis #AlarmstufeRot, der Dehoga, dem BTW Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft, dem DRV Deutscher Reiseverband, dem RDA Internationaler Bustouristik Verband, der gbk Gütegemeinschaft Buskomfort, dem asr Bundesverband, der HSMA Hospitality Sales & Marketing Association und dem Verband Internet Reisevertrieb (VIR) abgestimmten Forderungskatalog werden nun die wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen eingefordert, die notwendig sind, um große Teile der Veranstaltungs- und Tourismuswirtschaft und somit Millionen von Arbeitsplätzen vor dem Aus zu retten.

Mit der ersten Hauptstadtdemo der Veranstaltungswirtschaft am 9. September war es den rund 15.000 Demonstranten gelungen, einen Rettungsdialog mit der Bundesregierung anzustoßen. Die Organisatoren der erneuten Demonstration in Berlin sind überzeugt, mit dem nun verkündeten Schulterschluss mit der Tourismuswirtschaft eine noch größere Aufmerksamkeit für ihre Notlage in der Öffentlichkeit, den Medien und vor allem bei der Regierung zu erreichen.

Es haben in den vergangenen Monaten zwar viele gute Gespräche mit der Politik stattgefunden, passiert ist jedoch wenig. Insbesondere die Lage der vielen Soloselbständigen und Einzelunternehmer dramatisiert sich zusehends und bedarf dringend einer zielorientierten Lösung durch die Politik, abseits von Hartz IV beziehungsweise der Grundsicherung.

LKW-Konvoi und Fußmarsch: So läuft die Demonstration ab

Um 10 Uhr startet der LKW-Demonstrationszug am Olympischen Platz und vereinigt sich um 12:05 Uhr mit dem Fußmarsch am Alexanderplatz. Gemeinsames Eintreffen am Brandenburger Tor, wo von 14:30 Uhr bis 16 Uhr die Schlusskundgebung stattfindet. Mit dabei sind Künstler, Kulturvertreter und Politiker - allen voran Schlagersänger Roland Kaiser, der sich bereits seit geraumer Zeit für die Interessen der Veranstaltungswirtschaft engagiert.

Weitere Infos unter https://alarmstuferot.org/




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