Novemberhilfen: Höhere Abschlagszahlungen sol...
Novemberhilfen

Höhere Abschlagszahlungen sollen kommen

imago images / Frank Sorge
Überbrückungshilfe: Das Geld für gebeutelte Unternehmen muss schnell fließen
Überbrückungshilfe: Das Geld für gebeutelte Unternehmen muss schnell fließen

Das notleidende Gastgewerbe wartet dringend auf die schnelle Auszahlung der staatlichen Novemberhilfen. Nach den Verzögerungen durch Software-Probleme soll eine bessere Zwischenlösung kommen.

Wie der Dehoga Bayern mitteilt, haben sich das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium darauf geeinigt, die Vorauszahlungen für Restaurant- und Hotelbetreiber, die wegen des Teil-Lockdowns keine Einnahmen haben, von 10.000 auf 50.000 Euro zu erhöhen. Es sei jedoch noch unklar, wann dies umgesetzt werde. Die ahgz-Redaktion hält Sie auf dem Laufenden.

Das notleidende Gastgewerbe wartet dringend auf die schnelle Auszahlung der zugesagten staatlichen Hilfen. Laut einer aktuellen Umfrage des Dehoga Bundesverbands haben 80,2 Prozent der Betriebe die Novemberhilfe beantragt. 74,8 Prozent der Betriebe haben allerdings noch nicht einmal Abschlagszahlungen erhalten. Verzweiflung und Existenzängste in Hotellerie und Gastronomie nehmen zu. 70 Prozent der gastgewerblichen Betriebe sehen sich aufgrund der erheblichen Umsatzverluste in ihrer Existenz gefährdet.

Ende Dezember werden die meisten Restaurants und Hotels in diesem Jahr viereinhalb Monate komplett geschlossen haben. „Unsere Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. „Jeder Tag zählt.“ Die Umsatzverluste seit März 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beziffern die befragten Betriebe auf durchschnittlich 51,4 Prozent. Die hohen Kosten laufen indes weiter.
Schnelle staatliche Unterstützung für die notleidenden Betriebe ist unverzichtbar. Laut den vorliegenden Umfrageergebnissen kann jedoch erst jeder vierte Betrieb (25,2 Prozent) den Eingang von Abschlagszahlungen auf die Novemberhilfe vermelden und zwar in Höhe von durchschnittlich 7614 Euro. Erschwerend hinzu kommt, dass die Abschlagszahlungen zwar kleinen Unternehmen helfen, für mittlere und größere Unternehmen allerdings nicht ausreichen. „In der mittlerweile sechsten Lockdown-Woche sind die bislang gewährten Abschläge von maximal 10.000 Euro für viele Betriebe lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Zöllick und fordert eine deutliche Erhöhung der Abschlagszahlungen.

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