Christmasworld: Weihnachten will geplant sein
Christmasworld

Weihnachten will geplant sein

Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Pietro Sutera
Auf geht‘s in die nächste Festsaison: Die Christmasworld zeigte die Dekotrends für Weihnachten 2017.
Auf geht‘s in die nächste Festsaison: Die Christmasworld zeigte die Dekotrends für Weihnachten 2017.

Die Messen rund um die saisonale Dekoration bescheren der Frankfurter Hotellerie gute Kennzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr fielen diese jedoch schwächer aus. Grund ist der Kapazitätszuwachs.

Frankfurt/M. Die Vorlaufzeiten bei der Entwicklung modischer Produkte sind für den Laien mitunter überraschend. Besonders charmant illustriert das die Messe Christmasworld, die jährlich im Januar in Frankfurt am Main stattfindet und somit nur wenige Wochen nach dem Weihnachtsfest schon wieder die Planung für das nächste Event einläutet.

Für die Hoteliers in Frankfurt sind natürlich nicht nur neue Deko-Trends für die Wintersaison interessant, sondern die Veranstaltung ist in erster Linie ein wichtiger Umsatzbringer zum Jahresbeginn. Die Messe selbst zieht eine sehr positive Bilanz des diesjährigen Events, das aus einem ganzen Bündel an Messen besteht: Zu den drei internationalen Konsumgütermessen Christmasworld, Paperworld und Creativeworld kam diesmal noch die neue Ordermesse Floradecora. Sie alle lieferten frische Ideen für die neue Festsaison. Hohe Internationalität und starke Besucherfrequenz meldete der Veranstalter – beides wichtige Aspekte für die Hotellerie.

Insgesamt hatten mehr als 2900 Aussteller aus 63 Ländern die Messen bespielt, das waren über 80 Anbieter mehr als im Vorjahr. Auch bei den Besucherzahlen gab es Zuwächse: Mehr als 85.400 Facheinkäufer aus 154 Ländern (2016: 82.097) waren vom 27. bis 31. Januar 2017 auf dem Frankfurter Messegelände unterwgs, um Waren für die kommende Saison zu ordern und Kontakte zu Lieferanten aufzubauen und zu pflegen.

„Das solide Ausstellerplus von 3 Prozent und ein 4-prozentiges Besucherplus bestätigt: Unsere Frankfurter Konsumgütermessen Christmasworld, Floradecora, Paperworld und Creativeworld sind der internationale Knotenpunkt für den Handel weltweit“, bilanziert Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. In diesem Jahr kamen sowohl mehr Besucher aus dem Ausland (+8,4%) als auch wieder deutlich verstärkt aus dem Inland (+11,7%) auf die Christmasworld. Besonders stark vertretene Besucherländer waren neben Deutschland Italien, die Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Schweiz, Belgien, China, Polen, Spanien, Russland und die USA.

Die hohe Internationalität, rund 60 Prozent der Gäste kommen laut Geschäftsführer Detlef Braun aus dem Ausland, ist wiederum gut für die Hoteliers der Stadt. Denen bescherte die Christmasworld zwar durchaus gute Kennzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr gaben Auslastung, Netto-Zimmerpreis und RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) allerdings nach. Das zeigen die Daten, die Fairmas exklusiv der AHGZ zur Verfügung gestellt hat. Demnach lag die Auslastung während der Messetage im Durchschnitt bei 83,1 Prozent, was einem Rückgang um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Durchschnittsrate fiel mit 139,80 Euro um 0,5 Prozent niedriger aus als 2016. Der RevPar gab um 3,3 Prozent auf 116,20 Euro nach. Stärkster Tag war in diesem Jahr der abschließende Montag, als die Belegung 93,7 Prozent erreichte, der Zimmerpreis 143,40 Euro und der RevPar auf 134,40 Euro kletterte. Interessant ist, dass der RevPar der Hotels in der 3- und 4-Sterne-Kategorie um 3 bis 4 Prozent zurückging, während die 5-Sterne-Häuser ein Plus von mehr als 5 Prozent meldeten.

Seit einem starken Wachstumsschub im Jahr 2013, als der RevPar während der Messe im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent zulegte, verzeichnete die Frankfurter Hotellerie bei den Kennzahlen nur leichte Veränderungen von Jahr zu Jahr. Dass diesmal unterm Strich für die Hotellerie ein Minus steht, obwohl die Messe selbst sich gut entwickelt, dürfte dem gestiegenen Bettenangebot geschuldet sein. 2015 verzeichnete das Statistische Landesamt Hessen in Frankfurt 265 Hotelbetriebe mit zusammen mehr als 45.000 verfügbaren Betten. Schon seit 2012 hatte das Wachstum der Kapazität jährlich zwischen 4 und 8 Prozent gelegen. 2016 haben nochmal etliche neue Häuser im Europaviertel oder in Gateway Gardens geöffnet, dazu noch das Sofitel an der Alten Oper.

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