Coronakrise: Wie lange soll der Shutdown daue...
Coronakrise

Wie lange soll der Shutdown dauern?

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Grünes Signal: Bewegungs- und Reisefreiheit wird von der Touristikbranche heiß ersehnt
Grünes Signal: Bewegungs- und Reisefreiheit wird von der Touristikbranche heiß ersehnt

Viele Unternehmer hoffen auf eine baldige Lockerung der Kontaktverbote. Derag-Chef Max Michael Schlereth dagegen sieht in einem noch radikaleren Kurs die einzige Aussicht auf ein Ende der Pandemie.

STUTTGART. Gerade erst haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass die strikten Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die zunächst für 14 Tage erlassen worden waren, mindestens bis zum 19. April gelten werden. Ob dann der Zeitpunkt für erste Lockerungen gekommen sein wird oder ob Kontaktverbote und Reisebeschränkungen noch darüber hinaus andauern sollten, darüber gehen die Meinungen deutlich auseinander. Das gilt auch für die Tourismusbranche.

So haben die Schlösser, Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern ein Positionspapier veröffentlicht, in dem sie entschieden für eine Lockerung der Einschränkungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt plädieren. Die Unterzeichner - Manfred Achtenhagen, Vorsitzender des Vereins der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg- Vorpommern e.V., Inhaber Gutshaus Ludorf Mario Reincke, Hoteldirektor Schlosshotel Wendorf Bettina Buschow, Patrick Oldendorf, Inhaber Gutshaus Lexow – begründen dies mit den lokalen Gegebenheiten und natürlich der wirtschaftlichen Lage.

Signal auf Rot: Stillstand ist momentan das Gebot der Stunde im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung
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Signal auf Rot: Stillstand ist momentan das Gebot der Stunde im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung


Dagegen wendet sich Max Michael Schlereth mit einem ganz anderen Aufruf (siehe Downloads oben rechts) an die politischen Entscheidungsträger und fordert: „Legen Sie die Wirtschaft mit Ausnahme der lebenswichtigen Branchen still. Jetzt!“ Der Eigentümer der Derag Livinghotels plädiert für eine weitestgehende Kontaktsperre zwischen den Haushalten, die für einige Wochen durchzuhalten sei. Ein solcher „heftiger, aber kurzer Schock mit einer Perspektive für das Ende der Durstrecke wird funktionieren“, ist er überzeugt. Ein „moderates, aber langes Stillstehen ohne Sicht auf das Ende“, das er ansonsten befürchtet, werde hingegen die gesamte Wirtschaft in die Knie zwingen. red/beh

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