Rückblick : Wie war das Jahr 2016?
Rückblick

Wie war das Jahr 2016?

Hotel

Deutschlands Gastronomen und Hoteliers ein gutes Jahr hinter sich. Das machen die Aussagen der zehn sehr unterschiedlichen Unternehmerinnen und Unternehmer im Gastgewerbe deutlich.

Rückblick : Wie war das Jahr 2016?



Alles in allem haben Deutschlands Gastronomen und Hoteliers ein gutes Jahr hinter sich. Das zeigen die Aussagen der zehn sehr unterschiedlichen Unternehmerinnen und Unternehmer im Gastgewerbe. Aber es scheint auch auf: Die Herausforderungen sind größer geworden. Der Erfolg will immer härter erarbeitet werden.

Höchstleistung und Flexibilität sind gefordert

Die Schnelllebigkeit der Stadt Berlin forderte von uns als privat geführtem Hotel immer wieder neue Höchstleistungen, aber mit sehr gutem Erfolg. Für unsere Gäste, die moderne Hotellerie erleben möchten, haben wir die Renovierung und die Erneuerung unserer Zimmer und Suiten abgeschlossen. Erfahrungsgemäß werden alle Buchungen immer kürzer und spontaner, durch Flexibilität stellen wir uns dieser Aufgabe gern. Und kleine Rückschläge motivieren uns immer wieder neu.

Michael Frenzel

General Manager Hotel Palace, Berlin

Rekordjahr bei

Umsatz und Ertrag

Das Jahr 2016 wird für das Unternehmen Privathotels Dr. Lohbeck ein Rekordjahr bei Umsatz und Ertrag. Wichtig für uns war sicherlich der anhaltende Trend zu Reisen innerhalb Deutschlands und die erfolgreiche Übernahme unseres neuen Hotels in Bad Zwischenahn.

Stephan Lohbeck, Geschäftsführer Privathotels Dr. Lohbeck

Strukturelle Veränderungen

erfordern neue Antworten

Mit der Auszeichnung „Super Online Hotel“ der HSMA erwischten wir einen guten Start ins Jahr. So hätte es weitergehen können, wäre da nicht im Juli der Amoklauf gewesen, der das Reiseverhalten beeinflusst hat und in München noch beim Oktoberfest zu spüren war. Strukturelle Veränderungen wie der steigende Fachkräftemangel verlangen von uns neue Antworten, um die hohe Qualität zu halten. Außerdem stellen wir fest, dass sich der Wettbewerb derzeit vor allem in der Preisgestaltung abbildet. Aber wer wie wir flexibel und nah am Kunden ist, kann positiv Bilanz ziehen und optimistisch in die Zukunft schauen.

Michael Gerlach

Geschäftsführer H’Otello Gruppe

Weder Mainstream

noch Selbstdarstellung

Unser größter Erfolg im Jahr 2016 war, dass wir auch mit der Verleihung des Michelin-Sterns wir geblieben sind. Wir kochen mit Spaß und Pfiff für unsere Gäste; wir sind begeistert und charmant, menschlich, manchmal auch frech mit einem Zwinkern im Auge. Trotz Professionalität gibt es bei uns weder Mainstream noch Selbstdarstellung; unser Erfolg ist ein runder Abend im Restaurant, an dem sich alle wohlfühlen: Gäste und Personal!

Andreas Saul

Restaurant Bandol sur Mer, Berlin

Auslastung ist gestiegen und die Personalsituation ist besser

Die positive Entwicklung von 2015 hat sich 2016 fortgesetzt, die Auslastung ist gestiegen. Die Nachfrage nach umfassenden gastronomischen Angeboten sowie unseren Spa-Leistungen ist äußerst positiv. Das Auf und Ab der Personalsituation hat sich zum Ende dieses Jahres wieder etwas beruhigt.Von unseren insgesamt 15 Auszubildenden sind die neuen äußerst motiviert.

Petra Schumann

Hotel bei Schumann, Schirgiswalde

Gutes Feedback, solide Einnahmen, aber Neid bei Mitbewerbern

Das Jahr 2016 war für mich auch das erste Jahr als Selbstständige: Es gab viele neue Dinge, die ich einordnen und sortieren musste. Ein gutes Gästefeedback und das anvisierte Ziel bei Ausgaben und Einnahmen wurden erreicht und dennoch ist es mein Ziel, die Kalkulation zu optimieren und deutlich unter 30 Prozent zu kommen – ohne auf Qualität zu verzichten. Das funktioniert vor allem mit gut geschulten und motivierten Mitarbeitern. Leider hat sich auch Neid bei manchen Mitbewerbern uns gegenüber etabliert. Daran muss ich mich erst noch gewöhnen. Für mich steht stets die eigene Zielsetzung im Mittelpunkt: Für den Erfolg des eigenen Unternehmens. Und nicht der Misserfolg der anderen. Ich bin sehr ambitioniert, unser Projekt Bachstelze voranzubringen.

Maria Groß

Restaurant Bachstelze, Erfurt

Viel gelernt und

neue Impulse gesetzt

2016 erweist sich als neues Rekordjahr im Tourismus in Europa und insbesondere mit immer mehr ausländischen Gästen in Deutschland, die unser starkes Wachstum auf nunmehr über 110 Hotels mit mehr als 11.000 Zimmern stark beflügeln. Wir durften vieles lernen und noch mehr gestalten und mit einem äußerst motivierten Team neue Impulse setzen, die auch im neuen Jahr für Aufsehen sorgen werden. Mit großem Interesse und Erstaunen beobachten wir die fortschreitenden Marktentwicklungen in der Sharing Economy, bei der revolutionären Digitalisierung und Evolution der Travel Technology. Wir wollen uns ebenso auf persönliche und warmherzige Betreuung unserer Gäste – und natürlich unserer Mitarbeiter – konzentrieren. 2017 wird zu einem Schlüsseljahr für die Hotellerie in Deutschland, da folgenreiche Veränderungen anstehen und sich nachhaltig auswirken werden.

David Etmenan

CEO & Owner Novum Group

Glanzjahr fürs Restaurant,

Ärger über Parkplatz-Steuer

Wirtschaftlich war das Jahr 2016 sehr erfolgreich. Im Hotel konnten wir die gute Belegung des Vorjahres um weitere 3,5 Prozent steigern. Unser beliebtes Restaurant Victoria Grill legte mit 24,5 Prozent Umsatzsteigerung, die auf die Erweiterung um eine Sushi Bar zurückzuführen ist, ein Glanzjahr hin. Der ohnehin schon hohe Anteil an Restaurantgästen aus der Region konnte nochmal gesteigert werden; beide Konzepte passen wunderbar zusammen. Enttäuscht bin ich über die Politik, die nach der Einführung der Sauna-Mehrwertsteuer nun auch noch die Parkplatz-Mehrwertsteuer eingeführt hat, obwohl beides bei uns kostenfrei ist. Unser Azubi-Marketing trägt gute Früchte. Wir können alle Ausbildungsplätze gut besetzen. Im vergangenen Jahr zählten zwei unserer „Sprösslinge“ zu den besten in Deutschland und in diesem Jahr ebenfalls.

Bernd Glauben

Romantik Hotel Goldene Traube

Coburg

In der City fehlen Russen und auf der Wiesn gab‘s ein blaues Auge

2016 war wetterbedingt kein gutes Biergarten-Jahr.Wir konnten das mit einem guten Restaurant-Geschäft ausgleichen; entwickeln aber auch wetterunabhängige Aktionen. Biergartenwirte sind zunehmend gefordert, mehr biergartenuntypische Ideen zu verfolgen. In der Innenstadt macht sich immer noch das fehlende Geschäft aus Russland bemerkbar. Das Business im Rhein-Main-Gebiet war zufriedenstellend. Aber man merkt, dass doch viele Großveranstaltungen ab tausend Personen mittlerweile nach Berlin gehen. Bei der Wiesn 2016 sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Wie sich zeigte, war die Angst der Leute unnötig, weil die Bedrohung ganz woanders war.

Stefan Kuffler

Geschäftsführer Kuffler Gruppe und Wiesnwirt, München

Ein ständiges Auf und Ab

in allen Bereichen

Es war unheimlich schwierig, die Gästenachfrage richtig zu planen. Unsere auf höchste Produktqualität ausgerichtete Küche macht den Einkauf tagesfrischer Produkte sehr schwierig, weil wir nie wissen, was die Gäste wählen werden. Die hohen Kosten sind mit den viel zu günstigen Menüpreisen kaum zu decken. Unsere Arbeit müsste mehr wert sein, und wir müssten den Mitarbeitern ein besseres Gehalt zahlen können. Auch für uns als Unternehmer bleibt einfach zu wenig übrig. Oft zweifeln wir an der Zukunft besternter Restaurants ohne Gönner oder Hotelkette im Hintergrund, so wie das bei uns ist. Auf die immer schwieriger werdende Personalsuche haben wir mit veränderten Öffnungszeiten reagiert. Sonntags und montags ist geschlossen, und wir bieten nur noch dreimal in der Woche einen Mittagsservice an. Unterm Strich sind wir zufrieden. Unser Hotel trägt zur Erhaltung des Betriebes entscheidend bei.

Steffen Ruggaber

Hotel Restaurant Lamm

Vaihingen-Rosswag



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