Sharing Economy: Wien will Vermieterdaten von...
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Wien will Vermieterdaten von den Portalen

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In der Kritik: Privatvermieter-Portale sollen in Wien bald Daten herausgeben
In der Kritik: Privatvermieter-Portale sollen in Wien bald Daten herausgeben

Dazu wurde in der österreichischen Hauptstadt ein neues Gesetz verabschiedet. Betroffen sind Plattformen wie Airbnb & Co.

WIEN. Nicht offiziell gemeldeten privaten Vermietern könnte es nun auch bald in Wien an den Kragen gehen. Denn die österreichische Hauptstadt hat ein Gesetz verabschiedet, mit dem Privatvermieter-Plattformen wie Airbnb zur Herausgabe von Vermieterdaten verpflichtet werden sollen. Das bestätigte ein Sprecher der Stadtverwaltung auf Anfrage der AHGZ.

Für die Verpflichtung der Datenherausgabe soll dann eine Übergangsfrist von sechs Monaten ab Inkrafttreten des Gesetzes gelten. Von der Datenherausgabe könnten Vermittler-Plattformen dann nur noch unter bestimmten Umständen ausgenommen werden, wenn sie eine entsprechende Sonder-Vereinbarung mit der Stadt getroffen haben. Aber selbst dann müssten gewisse Überprüfungsmöglichkeiten vorhanden sein.

Wien ist nicht die erste Stadt, die gegen ungenehmigte Vermietung von privatem Wohnraum an Touristen vorgeht. In Berlin ist beispielsweise bereits seit Mai 2014 das sogenannte Zweckentfremdungsverbot in Kraft, nach dem die Nutzung von Wohnraum für andere Zwecke als Wohnzwecke genehmigungspflichtig ist. Die Genehmigung ist bei dem Bezirksamt zu beantragen, in dessen Bezirk die Wohnung liegt. Bei ungenehmigten Vermietungen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.
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