Bundeswirtschaftsministerium

Neuer Tourismuskoordinator steht offenbar fest

Dieter Janecek
Der neue Mann: Dieter Janecek
Der neue Mann: Dieter Janecek

Der Grünen-Abgeordnete Dieter Janecek soll neuer Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus werden. Das heißt es aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums.

Janecek kommt aus München, sitzt seit 2013 im Bundestag und ist bislang wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. Er soll Claudia Müller aus Rostock folgen, die seit Jahresbeginn Parlamentarische Staatssekretärin in dem von dem Grünen-Politiker Cem Özdemir geführten Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist. Wann genau Janecek seine neue Position antreten soll steht noch nicht fest.

Janecek sei ein erfahrener Wirtschaftspolitiker, hieß es aus dem Ministerium. Er habe als Bundestagsabgeordneter seit vielen Jahren unter anderem die Themenfelder Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz ebenso wie Mobilität betreut und vorangetrieben.

Er war bisher als wirtschaftspolitischer Sprecher und Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft aktiv und gehört dem erweiterten Fraktionsvorstand an. Der Grünen-Politiker hat sich insbesondere der ökologischen Transformation der Wirtschaft, der Gestaltung der Digitalisierung zum Wohl von Menschen und Umwelt sowie der Vision einer postfossilen und menschenfreundlichen Mobilität verschrieben.

Ausarbeitung der nationalen Tourismusstrategie

Neben der Maritimen Wirtschaft soll laut Handelsblatt ein weiterer Schwerpunkt Janeceks in der Ausarbeitung der nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung liegen. Mitte Dezember hatte das Bundeskabinett die Eckpunkte zur Nationalen Plattform „Zukunft des Tourismus“ beschlossen. Das gesamte Dokument zum Download gibt es hier.

Die Plattform ist das zentrale Instrument, um die Nationale Tourismusstrategie weiterzuentwickeln. Im Vorfeld dazu hatte die Bundesregierung Ende September 2022 ihr Arbeitsprogramm zur Nationalen Tourismusstrategie (NTS) veröffentlicht. Darin wurden Maßnahmen und Projekte aus allen tourismusrelevanten Bereichen der Bundesressorts vorgestellt, die dazu beitragen, den Tourismusstandort Deutschland nach der Corona-Krise nachhaltig, klimafreundlich, sozial gerecht und innovativ zu gestalten.

Claudia Müller, zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Maritime Koordinatorin und Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, sagte dazu: „Mit dem Programm schaffen wir viele Anknüpfungspunkte, um Klimaneutralität, Umwelt- und Naturschutz, Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus voranzubringen. Wir wollen das Programm in dieser Legislaturperiode kontinuierlich weiterentwickeln und dabei die wechselnden Herausforderungen für den Tourismus im Blick behalten. Ich lade alle Akteure der Tourismuswirtschaft ein, sich mit eigenen Maßnahmen an der Nationalen Tourismusstrategie zu beteiligen – die Länder, die Destinationen und die vielen Unternehmen. Unser Ziel ist, möglichst nah an der Praxis zu sein und Synergien zu nutzen, wo sie sich bieten.“

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