Marken-Debüt: Große Pläne mit schlanken Apart...
Marken-Debüt

Große Pläne mit schlanken Apart-Hotels

Aldinger Architekten
So soll es aussehen: Der Entwurf für das erste Schlafwerk bei Stuttgart
So soll es aussehen: Der Entwurf für das erste Schlafwerk bei Stuttgart

Mit dem neuen, schlanken Budget-Produkt Das Schlafwerk, das sowohl im Longstay- als auch im Shortstay-Bereich agieren möchte, geht das Unternehmen DQuadrat Living im nächsten Jahr nahe Stuttgart an den Start.

 Zu DQuadrat gehören bisher schon die Marken Harbr Hotel & Boardinghouse (Upper Midscale, Innenstadtlage) und Be:At (Studenten). Danach sollen zügig weitere Schlafwerk-Häuser an bis zu 15 Standorten in Metropolregionen folgen.

Zielgruppe von Das Schlafwerk sind insbesondere Handwerker-Teams, Familien oder Backpacker. „Wir bringen ein gebrandetes, professionelles Budget-Produkt für Langzeitgäste auf den Markt, das auf dem deutschen Beherbergungsmarkt bisher fehlte. Unsere Hotels haben genau definierte Design- und Qualitätsstandards, aber auf einem Preisniveau, das sich eine breite Zielgruppe leisten kann“, sagt Jens Philipsenburg, Geschäftsführer von DQuadrat Living aus Ludwigsburg. Entwickelt werden die Immobilien von der Muttergesellschaft von DQuadrat Living, DQuadrat Real Estate.

Weitere Standorte sind Hannover und Köln

Der erste Standort ist Korntal-Münchingen bei Stuttgart, wo die Bauarbeiten bereits in vollem Gange sind: Die Eröffnung ist für den 11. Januar 2021 geplant. Das Haus wird 97 Zimmer und 312 Betten haben. Zwei weitere Projekte in der Entwicklung liegen in Hannover (Eröffnung Sommer 2022, 124 Zimmer, 340 Betten) und in Köln-Poll (Eröffnung August 2023, 140 Zimmer, 380 Betten). Sie entstehen jeweils in Messe-Nähe. Als ideale Lagen für Schlafwerk führt DQuadrat Randlagen in Metropolen an den großen Zubringerstraßen auf, mit guter Verkehrsanbindung und fußläufig erreichbaren Lebensmittelläden und Gastronomie. Für die Architektur zeichnet die Aldinger Architekten Planungsgesellschaft aus Stuttgart verantwortlich.

Schlafwerk: So sieht ein Einzelzimmer aus

Ein typisches Schlafwerk verfügt über rund 300 Betten, verteilt auf vier Geschosse. Es bietet Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmer sowie Teamzimmer mit zwei oder drei Schlafräumen, immer dabei sind Flat-TV, W-Lan und bequeme Betten. Die Zimmergröße startet bei 16 qm für ein Einzelzimmer. Weil nach der Muster-Beherbergungsstätten-Richtlinie (M-BeVO) gebaut wird, sind auch barrierefreie und rollstuhlgerechte Zimmer vorgesehen. Bäder mit getrennten WC- und Duschbereichen gehören ebenso zur Ausstattung wie eine Kochzeile pro Einheit. Zudem sollen Gemeinschaftsflächen Begegnungen fördern. Jedes Haus erhält Parkplätze, auch für Transporter. Insgesamt sind mehr Plätze vorgesehen als nach Baurecht notwendig wären.

Als Preisbrecher unterwegs

Preislich möchte Schlafwerk Mitbewerber möglichst unterbieten. Der Preis für ein Einzel- oder Doppelzimmer soll bei 39 Euro pro Nacht starten, für ein Teamzimmer bei 119 Euro. Bei längerem Aufenthalt reduzieren sich die Raten. Für ein Teamzimmer mit sechs Betten werden pro Monat 2199 Euro kalkuliert - pro Bewohner folglich 366,50 Euro. Im Preis enthalten ist die wöchentliche Reinigung inklusive Wäschewechsel, in Köln und Hannover soll zudem Frühstück angeboten werden. Parkplätze können hinzugebucht werden.

Der Buchungsprozess bei Schlafwerk ist vollständig digitalisiert, die Zimmertüren lassen sich per Smartphone ohne zusätzliche App öffnen. Gebucht wird direkt über das eigenen Buchungssystem oder OTAs. Schlafwerk-Häuser sind Gewerbeimmobilien, eine Wohnnutzung ist dort nicht geplant. Man rechnet mit einer Aufenthaltsdauer von einer bis zu mehreren Wochen. Pro Hotel sind zirka zehn Mitarbeiter eingeplant.

Eigentümer und Betreiber in einem

Die Entstehungskosten für ein Zimmer beziffert DQuadrat leider nicht. Ein Schlafwerk umfasst insgesamt 1200 qm bebaute Fläche und zirka 4500 qm Bruttogrundfläche. Es ist ausschließlich als Neubauprojekt geplant, bei einem Grundstückspreis von bis zu 500 Euro pro qm. Die Schlafwerk-Hotels werden im Owner-Operator-Modell geführt. Pacht oder die Zusammenarbeit mit externen Investoren sei perspektivisch denkbar, so das Unternehmen, werde aber derzeit nicht aktiv verfolgt. „Durch die enge Verzahnung von Projektentwicklung und Betrieb haben wir alle Faktoren für den Erfolg einer Hotelmarke selbst in der Hand. Das hat sich schon bei unseren bestehenden Marken, Harbr und Be At, bewährt“, betont Oliver Wilm, Geschäftsführer der beiden DQuadrat-Gesellschaften

DQuadrat Real Estate handelt im Auftrag eines Familiy Office und kann mehrere Hotel-Referenzen wie das Holiday Inn Express in Augsburg, das ibis Styles in Tübingen oder das B&B in Stuttgart-Zuffenhausen vorweisen. Das Unternehmen hat aber auch ganze Quartiere wie das Bleyle-Quartier und das Kallenbergsche Areal in Ludwigsburg entwickelt. Zu den langjährigen Partnerunternehmen gehört auch das u.a. auf Hotels spezialisierte Bauunternehmen Wolff & Müller, das beim Schlafwerk einen großen Teil der Bauleistungen übernimmt.

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