Zwischenruf: Langer Atem für gute Konzepte
Zwischenruf

Langer Atem für gute Konzepte

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ahgz-Redakteurin Marina Behre
ahgz-Redakteurin Marina Behre

Unternehmer brauchen Weitsicht und Durchhaltevermögen – spätestens in Krisenzeiten wird das deutlich. Einen so massiven Schock wie die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen kann man nicht vorhersehen, sich nicht darauf vorbereiten. Aber man muss sich gerade in langen Phasen des Aufschwungs stets bewusst sein, dass es nicht immer so weitergehen wird. Das rasante Wachstum der Hotellerie bis 2019 hat zu Auswüchsen bei Preisen und Pachten geführt, die sich nun als nicht nachhaltig erwiesen haben, da die betreffenden Hotels so keine heftige Krise überleben können.

Aber zum Glück ist das Gastgebertum – ebenso wie die Hotelentwicklung – ein langfristiges Thema, eine Lebenseinstellung, die von viel Erfahrung profitiert. So erfindet sich die Branche immer wieder neu, passt sich an, reagiert flexibel. In den beiden Corona-Jahren sind nicht nur viele Häuser aufgefrischt und neu positioniert worden, es sind tatsächlich auch etliche ganz neue Hotels an den Start gegangen. Vor allem 2021, noch im zweiten Lockdown steckend, kamen viele Projekte schließlich an den Markt. Weil die Eigentümer und Betreiber vorausdenken und wissen, dass sie die Erholung nach dem Restart nicht verpassen dürfen.

So sind auch diesmal wieder viele spannende Neueröffnungen bei der Bewerbung um den Titel „Hotelimmobilie des Jahres“ dabei. Viele Neubauten haben es ins Finale geschafft. Einige spielen in ihrem Konzept Themen wie Digitalisierung, die durch die Auswirkungen der Pandemie – Social Distancing und Mitarbeitermangel – befeuert wurden. Aber nicht nur. Auch Coliving-Konzepte, in denen Autarkie auf Gemeinschaft trifft, überzeugten. Weil die Angst vor Viren nicht ewig anhält, und man darüber hinauswachsen kann. Mit guten Hotelkonzepten, die spitz auf die eigenen Zielgruppen zugeschnitten sind.

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