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Dehoga-Initiative "Top-Ausbildungsbetrieb" drückt aufs Tempo

IMAGO/Westend61
Voller Einsatz am Herd. Aber: Viele Lehrstellen für Köche sind noch unbesetzt
Voller Einsatz am Herd. Aber: Viele Lehrstellen für Köche sind noch unbesetzt

Rund 270 Betriebe sind zertifiziert und setzen ein Zeichen für die gastgewerbliche Ausbildung auf hohem Niveau. Allerdings: 13.000 Lehrstellen sind noch unbesetzt.

Mit der Initiative "Top-Ausbildungsbetrieb" will der Dehoga Bundesverband die Ausbildungsqualität in den Fokus rücken und dem (potenziellen) Berufsnachwuchs Orientierung bieten. Im Januar 2020 - kurz vor Corona - startete das Projekt, mittlerweile sind 267 Betriebe deutschlandweit zertifiziert.

Hotels und Restaurants müssen sich dabei auf die Einhaltung von zwölf Leitsätzen verpflichten. Dazu zählen beispielsweise die Betreuung durch einen Paten, die Ermöglichung einer Work-Life-Balance und eine intensive Prüfungsvorbereitung. Erst wenn die eigenen Azubis die Angaben der Betriebe bestätigt haben, wird das Siegel verliehen. Jugendliche, die sich für eine Ausbildung interessieren, können über www.topausbildung.de in allen Regionen Deutschlands und in allen Betriebsgrößen und gastgewerblichen Berufen entsprechende Unternehmen finden.
„Wir können unsere Fachkräftebasis und unser Geschäft nur sichern, indem wir uns dem Wettbewerb um junge Talente stellen.“
Hans Schneider

Der Dehoga will die Initiative weiter vorantreiben. "Gerade jetzt, wo Hotels und Restaurants nach der Wiedereröffnung den Fachkräftemangel deutlich spüren, ist der richtige Zeitpunkt für verstärktes Ausbildungsengagement", so Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Wir sind stolz darauf, dass trotz der enormen Belastung durch die Coronakrise 267 unserer Ausbildungsbetriebe bereits erfolgreich zertifiziert werden konnten. Weitere 96 befinden sich derzeit im Zertifizierungsprozess", berichtet Hans Schneider, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Dehoga. "Wir können unsere Fachkräftebasis und unser Geschäft nur sichern, indem wir uns dem Wettbewerb um junge Talente stellen."

Dies scheint dringend geboten: Bis Ende Juni waren noch rund freie 13.000 Ausbildungsstellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet - "auch weil die meisten Hotels und Restaurants im Frühjahr noch geschlossen waren und Praktika nicht stattfinden konnten", so der Dehoga.

In den nächsten Monaten will der Verband weitere Tools integrieren, um die Top-Ausbildungsbetriebe zu unterstützen. Dazu gehören eine Best-Practice-Sammlung mit Mustern und Checklisten, Partnerangebote für die Ausbildungsarbeit im Betrieb sowie Webinare. Im nächsten Schritt werden die Social-Media-Aktivitäten in Richtung Instagram ausgeweitet.
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