S.Pellegrino Young Chef Academy

Kandidaten für den deutschen Vorentscheid stehen fest

S.Pellegrino
Sie stehen im deutschen Vorentscheid des Wettbewerbs der S.Pellegrino Young Chef Academy: (von links) Randy de Jong, Anton Lebersorger, Eva Maria Egorova, Fabian Schröter, Marcel Förster, Mary Anne Peñaloza Villafuerte, Stefan Barca, Thomas Beiglböck, Sebastian Braun und Saskia Vorhemus
Sie stehen im deutschen Vorentscheid des Wettbewerbs der S.Pellegrino Young Chef Academy: (von links) Randy de Jong, Anton Lebersorger, Eva Maria Egorova, Fabian Schröter, Marcel Förster, Mary Anne Peñaloza Villafuerte, Stefan Barca, Thomas Beiglböck, Sebastian Braun und Saskia Vorhemus

Sie wurden ausgewählt für den regionalen Vorentscheid, der am 4. Oktober in Köln stattfinden wird.

 Beim deutschen Finale des Wettbewerbs der SPYCA wollen zehn junge Kochtalente den Titel gewinnen. Ausgesucht wurden sie von der Alma. Die internationale Schule für italienische Kochkunst bewertete die Einreichungen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Besonders im Blick: Die kreative Idee hinter den Gerichten, der technische Anspruch und die kulinarische Handschrift.

Mit dabei sind: 

Anton Lebersorger. Der 24-Jährige ist Chef de Partie im Goldberg Restaurant & Winelounge in Fellbach bei Stuttgart. Sein Signature Dish Bresse Chicken Carrot from Schmiedener Feld / Cabbage Kimchi/ Thai Bernaise ist inspiriert von seinen kulinarischen Erfahrungen seit seiner Kindheit. "Dieses Gericht ist meine Handschrift. Es spiegelt all die Erfahrung wider, die ich im Laufe der Jahre in der Küche gesammelt habe. Angefangen mit dem, was meine Mutter für mich als Kind gekocht hat. Die Inspiration für mein Ragout war meine
Großmutter, da sie immer viele Gerichte mit Innereien kochte. Ich liebe es,
traditionelle Gerichte auf eine neue, moderne Art und mit einem leichten
asiatischen Touch zuzubereiten", sagt Anton Lebersorger.

Saskia Vorhemus. Die 23-Jährige ist Souschefin im Ritzi Stuttgart. In ihrem
Signature Dish What Nature gives us spielen Saisonalität und Regionalität
eine fundamentale Rolle. "Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und
schaue mir an, was die Natur zu bieten hat. Das hilft mir enorm, wenn ich
meine Gerichte kreiere. Ich möchte wissen, wo meine Zutaten herkommen und
wie ich die Bedingungen meiner Umwelt für meine Gerichte nutzen kann. Die Zutaten sollten in ihrer besten Qualität den Weg auf den Teller finden. Mein Ziel ist es, immer das volle Potential aller Zutaten auszuschöpfen", so Saskia
Vorhemus.

Thomas Beiglböck. Der 29-jährige Souschef arbeitet in Sophia’s Restaurant
in München. Von dort kommt auch die Inspiration für sein Signature Dish
Botanical Lamb. „Dieses Gericht soll ein authentisches Bild der Umgebung
widerspiegeln – dem botanischen Garten. Durch unterschiedliche
Zubereitungsmethoden möchte ich traditionelle Zutaten neu interpretieren.
Außerdem möchte ich zeigen, dass die Zutaten direkt um die Ecke gefunden
werden können. Um den Nachhaltigkeitsaspekt einzubeziehen, verwende ich
alle Komponenten. Also auch Wurzeln, Blätter und Innereien. Mein Ziel ist es,
wahren Genuss durch die Vielfalt der Natur zu schaffen, sagt Thomas
Beiglböck.

Sebastian Braun. Der 23-Jährige ist Chef de Partie im Restaurant Bergauers
in Schneeberg, Sachsen. Sein Signature Dish Horse – from the stable to the plate beschreibt er wie folgt: "Mit meinem Signature-Dish möchte ich ein Produkt
präsentieren, welches sich in der heutigen Zeit der großen Masse entzieht –
das Pferd. Dieses "vergessene" Produkt möchte ich wieder mehr in den
Vordergrund bringen. Alle meine gewählten Produkte wie Brot, Möhren, Bete,
Sellerie und Kohl finden sich auch in der Nahrung des Pferdes (Softfood)
wieder. Ich möchte damit die Gesamtheit zwischen Tier und Mensch darstellen
und dadurch mehrere Facetten des Pferdes zeigen.“

Eva Maria Egorova. Die 28-Jährige ist Commis de Cuisine im Leonardo Royal
Nürnberg. Ihr Signature Dish Variations of Pasta e Patate widmet sie der
italienischen Küche. "Mit diesem Gericht möchte ich meine Liebe zu Italien, den
Menschen dort, ihrer Sprache und der Küche zeigen. Und natürlich auch all den
tollen Lebensmitteln. Daher habe ich die Zutaten meines Lieblingsgerichts
Pasta e Patate verwendet und serviere eine Variante des Gerichts als
Hauptgang. Als Beilage dient eine zweite Variante des Gerichts und zu guter
Letzt rundet das Original Pasta e Patate den Signature Dish ab. Klassiker
werden niemals alt", sagt Eva Maria Egorova.

Stefan Barca. Der 29-Jährige ist Chef de Cuisine im Muniqo at Andaz Hotel
München. Sein Signature Dish The unusual Steak beschreibt er wie folgt:
"Dieses Gericht ist von der allgemeinen und globalen Notwendigkeit zur
Veränderung inspiriert. Wir sollten zumindest ein Minimum dazu beitragen, um
unseren Planeten zu retten. Wir wissen, dass Nachhaltigkeit und
Abfallvermeidung hilft, die Lösung der Krise ist. Also habe ich ein Gericht
kreiert, das meine Hommage an diese Lebensmittelrevolution ist. Ich befürworte es nicht, Gerichte als vegane Burger oder vegane Steaks zu bezeichnen. Trotzdem habe ich mich daran versucht, etwas zuzubereiten, das wie ein Steak aussieht und auch so schmeckt." 

Mary Anne Peñaloza Villafuerte. Die 28-Jährige arbeitet als Chef de Partie im
Thula Wellnesshotel in Lalling, Bayern. Sie tritt mit dem Signature Dish Pork
neck with Hogao, tamarind and guacamole an. "Mit meinem Gericht möchte
ich meine Wurzeln teilen. Die Zutaten, die ich genutzt habe, werden in meinem Land täglich gegessen. Sie sind nicht teuer, aber wenn du geduldig bist und sie richtig zubereitest, kannst du etwas unglaublich Leckeres daraus kreieren. Ich  wollte beweisen, dass unsere Tradition und unsere Kulinarik so viel zu bieten haben. Jetzt ist die Zeit, sie weiterzuentwickeln, ohne ihren Ursprung zu vergessen." 



Fabian Schröter.
Der 27-jährige Souschef arbeitet im Allerlei – Courtyard by Marriott in Wolfsburg. Sein Signature Dish Pig chin international bedeutet für
ihn Toleranz und Integration. "In jeder Küche, in der ich gearbeitet habe, waren
Köche aus der ganzen Welt angestellt", erklärt Fabian Schröter. "Ich habe viele
Nationalitäten in meinem Gericht vereint, um zu zeigen, wie gut verschiedene
Dinge harmonieren können. Die meisten denken beim Kochen immer nur in
eine Richtung, wie an die französische oder asiatische Küche. Ich glaube nicht
an solche Grenzen. Essen sollte einfach schmecken." 

Marcel Förster. Der 29-Jährige ist Souschef im Restaurant Agata’s in
Düsseldorf. Sein Signature Dish heißt Sea & Garden. "Mit diesem Gericht
möchte ich ausdrücken, dass wir alle manchmal auf unsere Kindheit
zurückblicken sollten. An die Zeit, als unsere Familien noch für uns gekocht
haben. Dieses Gericht widme ich meinen beiden Großmüttern. Eine von beiden kam aus dem Norden Deutschlands und steht in meinem Gericht für das Meer. Meine andere Großmutter kam aus dem Westen Deutschlands und hatte einen großen Garten. Diese beiden Lebensweisen kombiniere ich und gebe meine Identität als Koch hinzu", erzählt Marcel Förster.

Randy de Jong. Der 29-Jährige ist Chef de Cuisine im Osnabrücker
Restaurant Kesselhaus. Sein Signature Dish heißt „Roots in a swamp“. „Ich
möchte zeigen, dass wir weniger Fleisch und Fisch essen können und
stattdessen mehr vegane oder vegetarische Gerichte. Es ergeben sich so viele
spannende Geschmäcker und Kombinationen, dass wir auf Tierisches
verzichten können und trotzdem das Gefühl haben, etwas Besonderes zu
essen", so Randy de Jong.

Die Jury für den deutsch-österreichischen Vorentscheid des S.Pellegrino Young Chef: (von links) Tim Raue, Daniel Gottschlich, Julia Komp und Christoph Kunz.

Eine prominent besetzte Jury wird die Teller der Kandidaten bewerten: Tim Raue (Restaurant Tim Raue, Berlin), Daniel Gottschlich (Ox & Klee, Köln), Julia Komp (Sahila, Köln) und Christoph Kunz (ehemals Restaurant Alois, München) entscheiden am 4. Oktober 2022, welches dieser zehn Nachwuchstalente 2023 im internationalen Finale in Mailand antreten wird.



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