Coronavirus


Corona-Hilfe

Die Ausbildungsprämie kommt

Ab dem 4. August können Gastronomen und Hoteliers bei der Arbeitsagentur die neuen Ausbildungsprämien beantragen.

Wer weiter ausbildet, kann Geld vom Staat bekommenWer weiter ausbildet, kann Geld vom Staat bekommen

BERLIN. Damit die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe des Gastgewerbes trotz Corona bestehen bleibt, können von der Coronakrise betroffene kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe jetzt eine Ausbildungsprämie von 2000 Éuro für jede neu begonnene Berufsausbildung erhalten. Dazu müssen sie allerdings ihr Ausbildungsniveau im Vergleich zu den drei vergangenen Jahren beibehalten. Wer sein Ausbildungsniveau erhöht, erhält eine "Ausbildungsprämie plus" in Höhe von 3000 Euro, so der Dehoga Bundesverband in einem Rundschreiben.

Förderungswürdig sind Ausbildungen, die im Zeitraum 1. August 2020 bis 15. Februar 2021 beginnen; ob der Ausbildungsvertrag vor oder nach dem 1. August 2020 abgeschlossen wurde oder wird, spielt keine Rolle. Die Auszahlung der Prämien erfolgt nach Ende der Probezeit. Mit der Ausdehnung des Zeitraums über das Jahresende hinaus wurde eine der Forderungen des Dehoga zum Programm erfüllt, denn viele gastgewerbliche Ausbildungsbetriebe verschieben angesichts der Krise den Ausbildungsbeginn tendenziell nach hinten.

Förderberechtigt sind nur ausbildende Betriebe, die im Gesamtunternehmen nicht mehr als 249 Beschäftigte (KMU) haben. Die Betroffenheit von der Coronakrise liegt vor, wenn der Betrieb im ersten Halbjahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder sein Umsatz im April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen ist. Das dürfte auf fast alle Betriebe der Branche zutreffen.

Ebenfalls gilt für die Monate August bis Dezember 2020 der neue Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 75 Prozent der gezahlten Ausbildungsvergütung. Diesen können ausbildende KMU beantragen, die im jeweiligen Monat im Betrieb oder der Betriebsabteilung Kurzarbeit von mindestens 50 Prozent durchführen und dennoch ihre Auszubildenden und deren Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringen oder halten. Der Antrag auf den Zuschuss ist rückwirkend für jeden Monat zu stellen.

Eine weitere Maßnahme der Förderrichtlinie ist die Insolvenz-Übernahmeprämie. Ein KMU, das zwischen August und Dezember Auszubildende eines coronabedingt insolventen anderen KMU übernimmt, erhält eine Prämie in Höhe von 3000 Euro. red/hz


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