Hoteldesign


Gastronomiedesign

ahgzplus Lokale mit begeisternder Optik

Hoffentlich sind nach Corona noch alle da: Ein neues Buch stellt 44 Restaurants, Bars, Bistros und Cafés vor und kürt Sieger in den Kategorien Restaurant, Bar und Café-Bistro.

Tisk Speisekneipe in Berlin: Der Tresen ist Mittelpunkt des Gastraums – „where the magic happens“Tisk Speisekneipe in Berlin: Der Tresen ist Mittelpunkt des Gastraums – „where the magic happens“

In dem neuen Buch „Die schönsten Restaurants & Bars 2020“ sind 44 Restaurants, Bars, Bistros und Cafés aus den deutschsprachigen Raum versammelt, die mit ihrem herausragendem Interior Design glänzen. Ausgewählt von einer Jury, der unter anderem ahgz-Redakteur Holger Zwink und Ingrid Hartges, Hauptschäftsführerin des Dehoga Bundesverbands angehörten. Letzterer fungiert auch als Herausgeber des Buchs, das jetzt im Münchner Callwey Verlag erschienen ist.

Das Werk soll den hohen Stellenwert einer guten Gestaltung für Gastronomiebetriebe würdigen. Denn, so Ingrid Hartges in ihrem Vorwort: „Für den Erfolg eines Restaurants oder einer Bar ist neben den Kernkompetenzen Food & Beverage und Service vor allen Dingen echte Wohlfühlatmosphäre maßgeblich.“ Diese entsteht durch fünf Zutaten, auf die die Jury bei der Bewertung besonders geachtet hat: Farbe, Düfte, Licht, Akustik und Design. All das hat immense Auswirkungen darauf, ob der Gast sich in einer Lokalität wohlfühlt und wiederkommt.

Das Buch hat für Gastronomen, Hoteliers und Architekten auch ganz praktischen Nutzen. Es dient als Inspirationsquelle und Leitfaden der Planung und Umsetzung eigener Gastro-Projekte. Wir stellen hier die Sieger in den Kategorien Restaurant, Bar sowie Café und Bistro vor. Weitere Infos zum Buch und zu den darin genannten Lokalitäten gibt es hier.

1. Preis – Restaurant: Tisk Speisekneipe, Berlin

Eine Kneipe zwischen Kindl-Areal und Rathaus Neukölln. Und was kommt dort auf den Tisch? „Tote Oma“ zum Beispiel. Das ist ein Gericht aus gebratener Blutwurst, ein Klassiker aus DDR-Zeiten. Außerdem Kartoffelstampf, Leipziger Allerlei, Berliner Senfei, Mettwurststulle und „janzer Broiler“. Alles in bester Qualität, denn am Herd steht ein Meister: Der gebürtige Berliner Martin Müller arbeitete drei Jahre als Souschef bei Tim Raue.

Müller ist Mitgründer, Betreiber und Gesicht der Tisk Speisekneipe. Im Zentrum des Kneipengeschehens steht ein geschwungener Tresen mit Blick auf die offene Küche. Mit dem Rund der Bar korrespondiert der markante Bogen des Lichtobjekts an der Decke darüber. Von skandinavischer Schlichtheit zeigen sich die Tische und Bänke aus rohem Holz.Im Tisk mischen sich – wie auf dem Teller – moderne Gestaltungselemente mit traditionellen Details wie zum Beispiel den grünen Fliesen im offenen Küchenbereich, die an Altberliner Kachelöfen erinnern. Authentisch und überzeugend, das gilt hier für Küche wie Interieur.

1. Preis – Bar: Karl, Altötting

Der Name Karl passt: kurz, knapp, prägnant, ohne Schnörkel. In der Herzkammer Altöttings empfängt Karl seine Gäste mit innovativer Gastronomie und einem einzigartigen Ambiente nahezu rund um die Uhr. Eine bestechende Materialpräsenz prägt das Interieur in diesem denkmalgeschützten Gebäudekomplex aus dem 17. Jahrhundert.

Freigelegte Stahlbetonwände sind neben rohen Tuffsteinmauern und altem Ziegelmauerwerk zu sehen, schwarzer Stahl steht in Kontrast zu glänzenden Messingrosten und hellen Eichenholzeinbauten, abgerundet mit feinen Details und witzigen Hinguckern. Der helle, glasüberdachte Innenhof mit erhöhten Sitz- und Stehplätzen, die engen, dunklen Gewölbebereiche, Fensternischen und Polsterbankkojen bieten unterschiedlichste Raumerlebnisse.

1. Preis – Café & Bistro: Im Kult, Marling (Südtirol)

Weil Andreas Eisenkeil aus auf dem Nachbargrundstück aufwuchs, verbindet er Kindheitserinnerungen mit der früheren Seifen- und Kerzenfabrik. Eisenkeils Mutter war Hoteliere, der Vater gründete das Lichtstudio Eisenkeil, das Andreas erfolgreich weiterführt. Die Schnittmenge aus diesen Branchen ist das Im Kult.

Das Konzept für das Bistro mit Concept Store und Atelier entwickelte Eisenkeil zusammen mit dem Südtiroler Architekten Werner Tscholl. Das Duo schuf eine eigenständige, in sich stimmige und urban geprägte Stilwelt – ein Modell für die Umnutzung ehemaliger Industriegebäude. Ausgestattet mit raffinierter Beleuchtung aus dem eigenen Lichtstudio. Welches Publikum Eisenkeil ansprechen will? „Designliebhaber, Bonvivants – all jene, die das Außergewöhnliche schätzen.

Die Sieger und Auszeichnungen auf einen Blick

Kategorie Restaurant

Erster Preis: Tisk Speisekneipe, Berlin-Neukölln; Innenarchitektur MA Möbel und Architektur, Berlin; Gastronomie Tisk Speisekneipe

Je eine Auszeichnung erhielten:

Italia & Amore, Bozen; Innenarchitektur Roland Baldi architects, Bozen; Gastronomie Italia & Amore Restaurant Markt Enothek

Liebesbier, Bayreuth; Innenarchitektur Soda Group, Bochum; Gastronomie Liebesbier/WBM Gastro GmbH

Tyo Tyo, Hamburg; Innenarchitektur Jessica Blumenau, Betreiberin; Gastronomie Tyo Tyo

Kategorie Bar

Erster Preis: Karl, Altötting; Innenarchitektur studio lot Architekten & Innenarchitekten, München/Altötting; Gastronomie Bar KARL

Je eine Auszeichnung erhielten:

Trisoux Bar, München; Innenarchitektur Martino Hutz Architecture, Kopenhagen/München; Gastronomie Bar Trisoux

Tortue Bar Noir + Bar Privé, Hamburg; Innenarchitektur Stephen Williams Associates, Hamburg; Gastronomie Tortue Hamburg – Bar Noir + Bar Privé

Kategorie Bistro & Café

Erster Preis:

Im Kult – Food Design Culture, Marling; Architektur/Innenarchitektur Werner Tscholl, Morter, Südtirol; Gastronomie Im Kult – Food Design Culture

Je eine Auszeichnung erhielten:

eisundsalzig, Hamburg; Innenarchitektur Michael Behr, Wiesbaden; Gastronomie smittenbyfood GmbH

Rösslibeck Bäckerei und Café, Amriswil; Susanne Fritz Architekten, Zürich; Gastronomie Rösslibeck Bäckerei und Café in Amriswil

Innovationen des Jahres

Für besonders innovatives Design wurden außerdem ausgezeichnet:

Beste Küchenausstattung – Amefa Stahlwaren GmbH für die Besteck-/Servierserie „1309 Buffet Selection“

Bestes Möbeldesign – Klaus Bartels Echtholzdesign für den Stapelstuhl „JO“

Bestes Möbeldesign – H. May KG für die Barhocker- und Stehtisch-Serie „Eddie“

Bestes Möbeldesign – Klaus Bartels Echtholzdesign für die Terrassengarnitur „Pfarre“

Bestes Möbeldesign – Freifrau Sitzmöbelmanufaktur für die Stuhlserie „Amelie Ba-sic/Classic/Fashion“

Bestes Wanddesign – Topgres GmbH & Co. KG für die Wandfliese “Canvas – The Custom Tile”

Beste Koch-/Gartechnik – Eloma GmbH für das „Joker” Heißluftgerät, Backofen oder Kombi-dämpfer in Kompaktgröße

Beste Spültechnik – Hobart GmbH für die gewerbliche Haubenspülmaschine „Two-Level-Washer“

Partner des Wettbewerbs sind unter anderem der Auslober Callwey Verlag, der bdia Bund Deutscher Innenarchitekten, der Dehoga  Bundesverband, die Internorga und die ahgz.


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