Halbjahreszahlen

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach verliert wegen Corona

Die fast zweimonatige Schließung von Gastronomie und Teilen der Hotellerie hat dem Unternehmen zu schaffen gemacht. Im Juni ging es wieder leicht bergauf.

Das Mineralwasser-Portfolio des UnternehmensDas Mineralwasser-Portfolio des Unternehmens

BAD TEINACH-ZAVELSTEIN. Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat in laut ihrem Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2020 einen sehr guten Jahresstart gehabt, bevor März bereits erste negative Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das operative Geschäft und die Umsatzentwicklung des Konzerns sichtbar wurden.

Die rapide Ausbreitung der Pandemie und die Absagen von Großveranstaltungen sowie insbesondere die im März angeordneten Betriebsschließungen in der Gastronomie und Hotellerie führten nach Unternehmensangaben dazu, dass ein wichtiger Absatzkanal für über zwei Monate fast vollständig zum Erliegen gekommen ist.

Aufgrund des vergleichsweise hohen Gastronomie- und Hotellerie-Anteils war insbesondere das Saftsegment von den Betriebsschließungen im Berichtszeitraum betroffen. Nach Wiedereröffnung der Gastronomie und Hotellerie zeigten sich im Juni bereits wieder erste Erholungstendenzen. Im Segment Mineralwasser und Erfrischungsgetränke profitierte die Unternehmensgruppe vomTrend zu umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden sowie von einem erhöhten Heimkonsum, welche die Verluste der Gastronomiegebinde teilweise ausgleichen konnten.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft Maßnahmen initiiert, um die Effekte der Covid-19-Pandemie abzufedern. Außer Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung des betrieblichen Ablaufes und Hygienekonzepten zum Schutz der Mitarbeiter konnten durch Kosteneinsparungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung die Umsatz- und Rohertragsverluste im Konzern begrenzt, jedoch nicht vollständig kompensiert werden.

Umsatz sinkt um knapp 20 Prozent, Ergebnis rutscht in die Miesen

Entsprechend war der Gesamtumsatz im Konzern in Höhe von 58,5 Mio. Euro gegenüber einem sehr guten ersten Halbjahr 2019 um 19,8 Prozent rückläufig (Vorjahr: 72,9 Mio. Euro). Die operativen Konzernergebniskennzahlen Ebitda und Ebit lagen bei 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,1 Mio. Euro) respektive 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro). Das im ersten Halbjahr 2020 erwirtschaftete Konzernergebnis lag mit -0,7 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert (2,6 Mio. Euro).

Martin Adam, Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, persönlich haftende Gesellschafterin der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA kommentiert:  „Wir schauen auf ein sehr herausforderndes Marktumfeld im ersten Halbjahr 2020 zurück. Dank unseres breit diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Vertriebskanälen, Märkten und Regionen konnten wir die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf unser operatives Geschäft und unsere Umsatzentwicklung zumindest in Teilen kompensieren. Wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird, insbesondere welche Maßnahmen im Laufe des weiteren Jahres zu ihrer Eindämmung angeordnet oder gelockert werden, ist derzeit nicht verlässlich einzuschätzen. Aus diesem Grund können wir derzeit auch keine Prognose für das Gesamtjahr 2020 abgeben. Mittelfristig rechnen wir mit einer Erholung im Gastgewerbe und damit auch mit der Fortsetzung unseres positiven Trends der letzten Jahre." red/hz


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