Kempinski


Luxushotellerie

Kempinski wirft Turbo an: Bald mehr als 100 Hotels

Die Kempinski AG soll von München nach Berlin ziehen, das Headquarter bleibt in Genf.

Kempinski-CEO Martin R. Smura: Follow us to New York.Kempinski-CEO Martin R. Smura: Follow us to New York.

MÜNCHEN. Die älteste europäische Luxushotelgruppe, Kempinski, will in den kommenden zwei Jahren auf mehr als 100 Hotels wachsen. Derzeit sind 79 Häuser geöffnet. Der Umsatz von derzeit rund 1,6 Mrd. Euro soll dann auf mehr als 2 Mrd. Euro steigen. Das kündigte der neue CEO Martin R. Smura am Mittwochabend in München nach der Immobilienmesse Expo Real an. „Natürlich ist Wachstum schwierig“, sagte Smura. „Aber wir stellen und der Aufgabe, und zwar erfolgreich. Wir haben nicht vor, in Schönheit zu sterben.“

Nach den Plänen Smuras soll die Kempinski AG in München an den Gründungsort des Unternehmens umziehen, nach Berlin. „Wir bewegen keine Menschen, sondern lediglich eine Gesellschaft“, betonte Smura. Das Headquarter werde in Genf bleiben.

Im kommenden Jahr sind nach den Worten des CEO neun Eröffnungen mit fast 2000 Zimmern geplant und zwar in Tel Aviv, Bangkok, Tiflis, Almati, China, Kuba (zwei Häuser), im Kongo und in der Dominikanischen Republik. Weitere sieben Hotels seien im Bau, unter anderem ein 560-Zimmer-Haus in Kuala Lumpur (Malaysia). Große Hoffnungen verbindet Smura auch mit der zweiten Marke, den Luxus-Design-Hotels Nuo, das erste Hotel wurde in Peking eröffnet, nun werde das Raffles Hotel in Peking als Nuo neu gebrandet, außerdem sei ein drittes Hotel in der chinesischen Hauptstadt in Planung und solle 2021 eröffnen. Auch in Moskau könne ein Nuo hinzukommen, erklärte Smura. Darüber hinaus habe Europa Priorität, dafür gebe es eine Pipeline mit 15 Hotels, auch Deutschland sei als Ziel geplant.

Bis zum Jahresende werden allerdings voraussichtlich auch fünf Hotels aus dem Bestand verloren gehen, darunter auch das Emirates Palace in Abu Dhabi. Laut Smura beträgt dort der Antrittspreis für einen Managementvertrag 30 Mio. Euro. Das will Kempinski nicht bezahlen. „Noch sind wir da und wir haben das gut gemacht, das Hotel läuft sehr erfolgreich.“ In Deutschland gehen die drei Häuser des Klinik-Unternehmers Broermann verloren.

Bereits am Vortag hatten Smura und die die Unternehmensgruppe 12.18. eine strategische Partnerschaft in großem Stil verkündet, bei der bis 2022 rund 20 Hotels entstehen sollen. Ein gemeinsames Projekt ist ein 7Pines Kempinski Hotel in New York, das Ende 2020 oder Anfang 2021 an den Start gehen soll (die AHGZ berichtete). 12.18. will 500 Mio. Euro Investitionsvolumen durch institutionelle Investoren einbringen. Smura gab nun bekannt, dass das bisherige Schloss Fleesensee und das Schloss Roxburghe Hotel in Schottland von 12.18. Kempinski-Häuser werden sollen. Das 12.18.-Flaggschiff 7Pines auf Ibiza soll ein gemeinsames Branding erhalten. rw


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