Corona-Exit


Mehr Kontrollen

Coronavorschriften - Behörden verschärfen ihr Vorgehen

Wegen zahlreicher Verstöße gegen Hygiene- und Abstandsregeln muss das Gastgewerbe mit mehr Kontrollen rechnen. Der Dehoga gibt Tipps.

Vorsicht: Gastronomen müssen die Corona-Vorschriften akribisch einhaltenVorsicht: Gastronomen müssen die Corona-Vorschriften akribisch einhalten

STUTTGART. Die Corona-Fallzahlen steigen - so wächst die Sorge vor erneuten Verschärfungen der Vorschriften. "Eine zweite Corona-Welle wäre für Hotels und Gastronomie eine absolute Katastrophe, erneute Betriebsschließungen werden viele nicht überleben", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, kürzlich im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Auch nach der Wiedereröffnung könnten viele Restaurants und Hotels "immer noch keine auskömmlichen Umsätze erwirtschaften". 

Besonders fatal: Die Gastgeber geraten noch stärker ins Visier, weil zunehmend die Abstands- und Hygieneregeln nicht mehr so ernst genommen werden - teilweise von Gästen, aber auch den Betrieben selbst. So hat sich gestern der Dehoga Nordrhein in einem Schreiben an seine Mitglieder gewandt mit einem Apell: "Die Zahlen der Neuinfektionen steigen wieder. Heute wissen wir im Gegensatz zum März, was wir tun können und müssen. Wir müssen erreichen, dass sich alle daran halten, nicht nur die Gastronomen, sondern auch die Gäste!"

Folgende Punkte sind zu beachten:

  • Das Hygienekonzept muss gelebt werden. Es ist keine bürokratische Auflage, sondern eine Chance.
  • Die allermeisten sind diszipliniert, wir appellieren nochmal an alle: Lassen Sie uns lieber selbst Verantwortung übernehmen!
  • Wenn die Behörde es regelt, werden Bußgelder verhängt. Die Ordnungsämter haben angekündigt, den Bußgeldkatalog auszuschöpfen.
  • Noch teurer wird es, wenn die Maßnahmen nicht weiter gelockert werden, sondern verschärft werden müssen.

Bayern will Verstöße künftig drastisch sanktionieren, das Land hat die Bußgelder verfünfacht. [ahgz:200012263687] Besonders ärgerlich in den Augen der Gastgeber: An öffentlichen Plätzen oder touristischen Hotspots gehen die Behörden eher lax damit um.

Der Dehoga Baden-Württemberg rechnet ebenfalls ab sofort mit mehr und schärferen Kontrollen. Nicht nur gegen die Hygiene- und Abstandspflichten sei verstoßen worden, auch die Gästedaten zur Kontaktnachverfolgung wurden nicht immer erfasst. Bei der Mundschutzpflicht wurden von den Ordnungsämtern Ungenauigkeiten beobachtet.


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