Nach Seilbahn-Unfall

Nachgefragt: Wie geht es weiter auf der Zugspitze?

Das neue Gipfel-Restaurant Panorama 2962 wurde erst im Juli eröffnet. Kommen noch genug Gäste?

Die Bergung läuft: Die Seilbahn bleibt auf unbestimmte Zeit außer Betrieb.Die Bergung läuft: Die Seilbahn bleibt auf unbestimmte Zeit außer Betrieb.

GRAINAU. Seit Dezember 2017 fährt eine topmoderne Seilbahn zusätzlich zur Gletscherbahn und Zahnradbahn in wenigen Minuten bis zu 120 Gäste auf Deutschlands höchsten Gipfel. Besser gesagt fuhr, denn seit dem Seilbahn-Unfall während einer Unfallübung vor einigen Tagen ist die schnelle Beförderungsmöglichkeit auf unabsehbare Zeit stillgelegt. Die Sprecherin der Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG kann derzeit "keinen Zeitraum nennen", wann mit der Wiederaufnahme des Betriebs zu rechnen ist. Sie unterstreicht: "Die Zahnradbahn und die Gletscherbahn zum Zugspitzgipfel sind weiterhin regulär in Betrieb."

Deshalb dürfte sich der Unfall nach ihrer Einschätzung auf nicht gravierend auf den Betrieb im Gipfelrestaurant Panorama 2962 auswirken. Sie betont allerdings: "Die Seilbahn wird uns schon fehlen." Insgesamt drei Restaurants betreibt das Unternehmen auf der Zugspitze, im Panorama-Restaurant finden zudem Veranstaltungen statt. Das erst im Juli eröffnete neue Restaurant wird für exklusive Events vermarktet zusätzlich zur Verköstigung der Tagesbesucher. Es bietet insgesamt Platz für 450 Gäste innen und 850 draußen. Eine Veranstaltung, die in den nächsten Tagen stattfinden sollte, musste allerdings abgesagt werden. Alle anderen geplanten Events wolle man aufrecht erhalten und die Beförderung über die anderen Bahnen abdecken, so die Sprecherin.

Zwischen 500 und 5000 Besucher kommen je nach Saison und Wetterlage täglich auf die Zugspitze. Die aktiven Bahnen fahren stündlich, bei Bedarf kann die Zahnrradbahn auch jeden halbe Stunde fahren. 50 Millionen Euro kostete der Bau der neuen Seilbahn, der als technisch herausragend eingestuft wird. Bei der Notfallübung am vergangenen Mittwoch, bei der ein Bergungswagen in die Seilbahn krachte, entstand kein Personen-, aber erheblicher Sachschaden. Die Höhe des Sachschadens konnte bisher noch nicht beziffert werden. Ersten Untersuchungsergebnissen zufolge ist ein gerissener Kettenzug in der Bergstation der Auslöser für den Unfall gewesen. lef


Möchten Sie auf ahgz.de zukünftig alle Inhalte unbegrenzt nutzen?Jetzt informieren!Nicht jetzt

Sie sind bereits Abonnent?Hinterlegen Sie hier Ihre Auftragsnummer!