Rath around the world


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Das Stadt-Juwel

Das Hotel Palácio Tangará in São Paulo braucht den Vergleich mit Häusern der internationalen Luxus-Hotellerie nicht zu scheuen. Es passt zum Anspruch der Oetker Collection.

Oase der Ruhe innerhalb der Metropole: Das Hotel Palácio Tangará in São Paulo Oase der Ruhe innerhalb der Metropole: Das Hotel Palácio Tangará in São Paulo

Die Oetker-Hotelgruppe zählt zu einer der drei weltbesten Hotel-Companys und ist auf dem Weg an die Spitze. Sie hat Seele und Persönlichkeit. Sie weiß, was wichtig ist, hört jedem Gast zu und antizipiert Gästewünsche. Nur die besten Architekten, Designer, Landschaftsgärtner und Führungskräfte arbeiteten über mehrere Jahre eng zusammen, um das Hotel Palácio Tangará auf diesen Firstclass-Level zu heben.

1. Konzept

Das 5-Sterne-Hotel liegt im eleganten Stadtviertel Morumbi in einem 11 Hektar großen tropischen Park mit seltenen Vögeln und vielen Tierarten. In Sichtweite: der glitzernde Finanzdistrikt von São Paolo. Die Wege von hier zu den Flughäfen, Sehenswürdigkeiten und zum Big Business sind überschaubar. Und trotzdem befindet sich das Haus quasi in einer Oase der Ruhe inmitten eines Parks, der vom Namensgeber und Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx zu einem Meisterwerk konzipiert wurde.

Das Palácio Tangará São Paulo, ein Leading Hotel of the World, besitzt durch und durch brasilianischen Charme. Hier und da blitzen britische Akzente auf. Im gesamten Haus bilden kunstvolles, erlesenes Dekor und Orchideen den roten Faden. Jedes Detail ist prunkvoll in Szene gesetzt und sorgt für die Aura eines Hotels der absoluten Spitzenklasse. Was die aus Brasilien stammende Architektin Patricia Anastassiadis bei der Inneneinrichtung kreiert hat, ist erstaunlich: Sie kombinierte kosmopolitisches Design mit brasilianischen Wurzeln. All ihre Gestaltungen und Ideen repräsentieren eine Art Lehrwerk für Design und Kunst der Metropole São Paulo.

Der Doorman begrüßt mich mit Namen. Mein Gepäck wird mir sofort abgenommen. Der Check-in findet im Zimmer statt. Kein Aufsehen, alles ganz selbstverständlich und unaufgeregt. Mein Pass wird kopiert, die Kreditkarte eingelesen. Es folgen kurze Fragen und Erklärungen. Ich bekomme angeboten, dass man mir gern die Verdunklungsrollos zuziehen würde, weil es 6 Uhr morgens ist und ich sicher von der Reise müde wäre. Sehr angenehm und zuvorkommend.

Egal, welche Kategorie unter den 82 Zimmern und 59 Suiten der Gast wählt, es erwartet ihn Luxus pur. Das Palácio Tangará setzt auf einen zeitgemäßen, gediegenen, zurückhaltenden Luxus, der von einem internationalen Publikum erkannt wird – und der dieses Publikum auch anspricht. Die Farben neutral, die Stoffe hochwertig, die Möbel elegant, die Accessoires handverlesen. Selbst das „einfachste“ Zimmer verfügt über einen Essbereich für private Dinées sowie über einen Arbeitstisch. Und dann gibt es ja auch noch die Royal Suite. Die Bezeichnung Suite ist dabei vornehm untertrieben, denn es handelt sich um ein voll ausgestattetes Apartment. Wohn- und Schlafbereich sind getrennt und es gibt einen großen Esstisch, an dem bis zu zwölf Personen Platz nehmen können. Zu den 280 Quadratmetern Wohnfläche gesellt sich noch eine Terrasse mit 250 Quadratmetern.

2. Gastronomie

Einiges muss der Gast im Palácio Tangará aber noch selbst machen. Essen zum Beispiel. Ach was, „essen“. In diesem Hotel speist man, man diniert. Die feinste Adresse dafür ist das Restaurant Tangará Jean-Georges, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Es ist der einzige Außenposten, den der berühmte Sternekoch Jean-Georges Vongerichten in Südamerika unterhält. Der französische Ausnahmekoch aus dem Elsass hat die Menüs für das Palácio Tangará konzipiert; ausgeführt werden sie vom Küchenchef Felipe Rodriguez. Jean-Georges schaut freilich immer mal wieder vorbei, um sich zu vergewissern, dass sein Standard beibehalten wird.

Beim Frühstück werde ich zunächst nur nach der Zimmernummer gefragt, erst dann wird die Ansprache korrigiert und ich werde wieder mit dem Namen angesprochen. Die Möglichkeit draußen frühstücken zu können, war nicht selbstverständlich. Mich hat es etwas Mühe gekostet, dort Platz zu nehmen. Es gibt viel frisches Obst. Es gibt etliche Sorten von Weißbrot, aber kein Körner- oder Vollkornbrot. Hier bin ich etwas enttäuscht. Der Speck und die Eierspeisen werden in den klassischen Speisewärmern bereitgehalten. Das habe ich mir wertiger und à la carte vorgestellt. Ich habe mit Akzenten gerechnet. Das Drumherum, das Gesamtbild, die allgemeinen Küchenleistungen haben die Messlatte hier sehr hochgelegt.

3. Service

Und genau das sehe und spüre ich in jedem Detail. Die Wünsche, die Erwartungen des Gastes bestimmen über den Service. Was ich hinsichtlich der Weitsicht und dem persönlichen, bemerkenswert leichtfüßigen Umgang hervorheben möchte, sind die unsichtbaren Butler. Wann auch immer ich das Zimmer verlasse, wird wie von Geisterhand alles wieder gerichtet. Mir fällt auch die unbemerkte Geschwindigkeit auf. Ganz gleich, was ich mir wünsche, einen Tee oder eine Kopie – es scheint so, als hätte das Personal den Wunsch bereits erahnt und steht damit quasi bereits vor der Tür.

Mir ist auch der sehr charmante Kellner am Abend aufgefallen. Ich habe zu meiner Pizza-Vorspeise als Weinbegleitung einen Sauvignon Blanc aus dem offenen Ausschank bestellt. Nichts Wildes, einfach einen gut gemachten, bodenständigen Sauvignon Blanc – doch der Kellner gab mir das Gefühl, als hätte ich den besten Wein überhaupt bestellt, und bestätigte meine hervorragende Auswahl. Er war dabei nett, höflich, ohne meine Auswahl zu werten. Eine hohe Kunst! Carsten K. Rath


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