Foodtrends


ahgz breakfast talks

Trends & News für Gastro-Profis

Ortstermine der ahgz in Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt. Mit dabei: Berater Pierre Nierhaus sowie Praktiker aus der Branche.

Diskutierten in Düsseldorf: (von links) Trendscout Pierre Nierhaus, ahgz-Chefredakteur Rolf Westermann, Gastronomin Kerstin Rapp-Schwan und Gastronom Selim Varol.Diskutierten in Düsseldorf: (von links) Trendscout Pierre Nierhaus, ahgz-Chefredakteur Rolf Westermann, Gastronomin Kerstin Rapp-Schwan und Gastronom Selim Varol.

STUTTGART. Volles Haus bei den ahgz Breakfast Talks in Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt. Chefredakteur Rolf Westermann und Geschäftsführer Joachim Eckert präsentierten die Fachzeitung nach dem kürzlich abgeschlossenen Relaunch. Mit dabei: Gastronomen, Hoteliers und Zulieferer aus ganz Deutschland. Das Motto „Hoch hinaus mit derahgz“ wurde dabei wörtlich genommen. In Hamburg fand die Veranstaltung im Clouds Heaven’s Bar & Kitchen Restaurant in den Tanzenden Türmen statt, in Frankfurt im Henninger Turm. Den Spitzenplatz hält Düsseldorf. Dort hatte dieahgzins Restaurant Qomo im Rheinturm geladen.

Beim Frühstück mit Spezialitäten aus der japanisch inspirierten Qomo-Küche erläuterte Joachim Eckert die Hintergründe des Relaunchs: „Es ging um die Frage, wohin die Reise künftig geht, was der Markt will und was unsere Leser erwarten“, so Eckert. Nach Befragungen und Auswertungen bestimmte die Redaktion den neuen Kurs. „Die Branche boomt, aber sie steht vor neuen Herausforderungen. Bei der enormen Informationsflut gibt es einen großen Bedarf an Orientierung. Dieahgzversteht sich dabei als Navigator, der als starker und verlässlicher Partner Hilfestellung gibt.“

Keynote Speaker bei den Breakfast Talks war Pierre Nierhaus. Der bekannte Trendscout und Berater berichtete über die neuesten globalen Entwicklungen der Branche und stellte herausragende Konzepte vor. Dabei spielt die britische Hauptstadt eine wichtige Rolle – und wird es trotz Brexit wohl auch künftig. „In London werden interessante Einflüsse aus aller Welt gebündelt und aufbereitet. Gefragt ist alles, was unkompliziert ist und schnell geht. Keiner will warten“, fasste Pierre Nierhaus seine Beobachtungen in der Metropole zusammen.

Neue Wege beim Service und Bezahlen

Der Experte nannte konkrete Entwicklungen. Dazu gehört das bargeldlose Bezahlen. Auch der sogenannte „Soft Service“ boomt, bei dem Gäste entweder selbstständig über Terminals ordern oder ihre Speisen selbst an den Tisch bringen. Rund um das Delivery-Geschäft rücken Ghost Kitchens ins Visier – Restaurants, die ohne Gasträume und Bedienungen auskommen und ihre Speisen nur liefern lassen.

Aktuelle kulinarische Trends ziehen Gäste an, etwa der Mix aus mediterran-levantinisch-israelisch-arabischer Küche, der das lässige Teilen am Tisch erlaubt. „Das bringt die Menschen zusammen und sorgt für Kommunikation“, so Nierhaus. Das Bedürfnis nach Nähe und Wärme zeige sich auch in der Hotellerie. „Zwischen Budget und Luxus können hauptsächlich Story-Hotels punkten. Bei Buchung und Abrechnung ist Digitalisierung unverzichtbar. Kommt der Gast dann ins Hotel, erwartet er aber persönliche Zuwendung. Der USP bleibt analog.“ Was im Hotel mit Serviceangeboten „vom Ladegerät bis zum Lockenstab“ geschätzt werde, zeigt sich auch im Restaurant: „Erlebnisse haben eine größere Bedeutung als das bloße Essen.“

Instagram & Co. in aller Munde

Zum Abschluss der Düsseldorfer Runde befragte Rolf Westermann die Gastronomen Kerstin Rapp-Schwan von den Schwan Restaurants, Selim Varol von What’s Beef und Philipp Santen vom Gastgeber-Restaurant Qomo zu ihren Erfahrungen mit Nachhaltigkeit, Online-Reservierungen und dem Instagram-Drang der Gäste. Am medialen Hype kommt ganz offenbar keiner mehr vorbei: „Unsere Burger sind sexy und werden gern fotografiert“, berichtete Selim Varol. „Die Heimatküche bei uns ist vielleicht nicht ganz so fotogen“, gab Kerstin Rapp-Schwan zu. „Aber wenn Hühnerfrikassee nicht auf weißen, sondern schwarzen Tellern serviert wird, sieht es gleich viel attraktiver aus.“


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