Neueröffnung


Wiedereröffnung

Steigenberger rockt den Petersberg

Das legendäre Steigenberger Grandhotel auf dem Petersberg bei Bonn ist mit einer festlichen Gala wiedereröffnet worden. Außenminister Heiko Maas hielt eine launige Festrede.

Schauplatz: Das Steigenberger Grandhotel PetersbergSchauplatz: Das Steigenberger Grandhotel Petersberg

KÖNIGSWINTER. Bill Clinton und Nelson Mandela waren schon dort. Auch die Queen und der Dalai Lama gehörten zu den mehr als 10.000 Staatsgästen. Nun ist das frühere Gästehaus der Bundesregierung auf dem Petersberg bei Bonn, das seit 1990 ein Steigenberger Grandhotel ist, nach umfangreicher Modernisierung wieder eröffnet worden. Am Montagabend feierten mehr als 650 Gäste das offizielle Opening mit rotem Teppich, Sterneköchen, Pop-up Bars, Livemusik und internationale Künstlern bis tief in die Nacht. Das Grandhotel mit 120 Zimmern und Suiten wurde für rund 40 Mio. Euro modernisiert und soll neue Maßstäbe in der Luxushotellerie setzen. Mehr als 100 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der Gäste. 

Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte in seiner Festrede: „Der Umbau eines zuletzt etwas angestaubten Gästehauses in ein modernes Luxus- und Kongresshotel - und das beinahe im Kostenrahmen, das kann sich wirklich sehen lassen.“ Die Geschichte dieses Petersberges von der Eremitenklause zum Grandholte solle weitergehen.

Der CEO von Steigenberger (Deutsche Hospitality), Thomas Willms, erklärte, die Wiedereröffnung sei für Steigenberger ein Meilenstein und etwas ganz Besonderes. "Der Petersberg ist Teil der Geschichte dieser Republik." Mit der "Steigenberger Evolution" würden die Werte behutsam weiterentwickelt. Rund 120 Millionen Euro würden zusammen mit Partnern in diesem Jahr investiert.  "Wir sehen uns immer als ein Stück Botschafter Deutschlands."

Christoph Krupp, Sprecher des Vorstandes, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, betonte: „Wer einen Schatz sein Eigen nennt, der sollte ihn behüten und bewahren.“ Auch in Zukunft sollten Staatsgäste hier empfangen werden, aber auch andere Gäste. Frühere Überlegungen, das Anwesen zu privatisieren, seien ad acta gelegt. 

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Durch den Abend führte TV-Moderatorin Susann Atwell. Zu den weiteren geladenen prominenten Gästen gehörten Wolfgang Bosbach, Günther Jauch, Anja Kruse, Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis, die auf dem Petersberg geheiratet haben, Natascha und Chayenne Ochsenknecht sowie die österreichische Sängerin und Moderatorin Victoria Svarovski. Auch der Eigentümer der Deutschen Hospitality, Hamed El Chiaty, ließ es sich nicht nehmen, beim Re-Opening dabei zu sein.

Zu Gast bei Bill und Ferdinand

Das Hotel wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren umfassend umgestaltet, ohne dass es geschlossen wurde. Hoteldirektor Michael Kain hat für sein neues kulinarisches Konzept Sternekoch Anthony Sarpong gewonnen. Der gebürtige Ghanaer hat in seinem Anthony’s in Meerbusch bei Düsseldorf 2017 einen Michelin-Stern erkocht. Sarpong ist als Culinaric Director für die Restaurants Bill’s – Namenspatron ist Bill Clinton, der hier schon tafelte – und Ferdinand – benannt nach dem 4711-Gründer und Hotelgründer Ferdinand Mülhens (Kölnisch Wasser) – verantwortlich.

Im Bill’s dominieren Steaks und Grillgerichte. Das Ferdinand inspiriert von Anthony mit 30 Plätzen soll eine nahezu identische Kopie des Restaurants in Meerbusch sein. Auch hier wird es Menüs mit fünf und sieben Gängen geben. Veranstaltungen im Hotel werden gastronomisch wie bisher von Executive Director Dennis Gulden betreut. Insgesamt wurden die Räume neu aufgeteilt und die Gäste werden künftig auf der Galerie mit kurzem Weg aus dem Hoteltrakt frühstücken und den Blick ins Rheintal genießen.

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Auf dem 336 Meter hohen Siebengebirgsgipfel Petersberg wurde erstmals 1892 ein Hotel eröffnet, das beim Hochadel beliebt war. So kamen Kaiserin Viktoria, die schwedische Königin Sophie und der serbische König Alexander zu Besuch. Da das Hotel wirtschaftlich nicht erfolgreich war, erwarb es der Inhaber des Kölner Duft-Unternehmens 4711, Ferdinand Mühlens, 1911 in einer Zwangsversteigerung. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es von 1949 bis 1952 Sitz der Alliierten Hohen Kommission. 1954 wurde das Hotel nach Umbauten wieder in Betrieb genommen und stand damals unter der Leitung des Breidenbacher Hofs in Düsseldorf. Die Bundesregierung mietete es für hohe Staatsgäste an und kaufte es später. Erster Staatsgast war Äthiopiens König Haile Selassie. Seit 1990 betreibt Steigenberger das Hotel.

Die Deutsche Hospitality steht für ein Portfolio von knapp 150 Hotels in 20 Ländern auf 3 Kontinenten mit derzeit 5 Marken, davon befinden sich etwa 30 Hotels in Entwicklung. Die Zahl der Hotels soll in den kommenden Jahren auf rund 250 fast verdoppelt werden.


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