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Metro mit Geschäftsjahr 2020/21 zufrieden

IMAGO / Chromorange
Metro: Vom Gastro-Aufschwung profitiert
Metro: Vom Gastro-Aufschwung profitiert

Märkte, Belieferung, Digitales: Damit sieht sich der Großhändler auf der Erfolgsspur.

„Wir befürworten die Impfungen gegen Corona“. Das sagt der Metro-Vorstandsvorsitzende Steffen Greubel anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Konzerns, die coronabedingt online stattfand. Greubel berichtete von einem schwierigen ersten und zweiten Quartal im Geschäftsjahr 2020/21, dann aber habe das Gastro-Comeback den Umsatz deutlich beflügelt. So kann es nach dem Willen des Managers weitergehen – das Bewältigen der Pandemie sei dafür allerdings unabdingbar.

Für das Gesamtgeschäftsjahr blieb der Konzernumsatz mit 24,8 Mrd. Euro zwar noch hinter dem Vor-Pandemie-Niveau zurück, in lokaler Währung lag der Umsatz jedoch bereits auf Vorjahresniveau. Man habe das Portfolio optimiert, den Multichannel-Mix forciert und in Wachstum investiert, so Greubel. Das Ebitda erreichte insgesamt 1,171 Mrd. Euro und lag somit 72 Mio. Euro über Vorjahr.

250.000 neue Gastrokunden

„Das Zusammenspiel der Großmärkte, des Belieferungsgeschäfts und der Digitalisierung haben dazu beigetragen, dass wir das Vertrauen unserer Kunden in Metro stärken und sie damit intensiver an uns binden konnten. Etwa 250.000 neue HoReCa-Kunden haben wir gewinnen können, der Belieferungsumsatz stieg in der zweiten Jahreshälfte um fast 50 Prozent und auch unser Online-Handel wächst. Unser Multichannel-Mix ist die Basis für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie in den kommenden Jahren“, so Greubel.

Zum 30. September 2021 umfasste das globale Standortnetz 681 Märkte in 24 Ländern, davon 102 in Deutschland. In den Märkten sei man mit den Eigenmarken und einer hohen Warenverfügbarkeit sehr erfolgreich, der Umsatzanteil liege mittlerweile bei 17 Prozent. Digitale Tools rückten weiter in den Fokus, darunter die App M.Companion zum Einkaufen und Abrechnen, der M.Shop, der mittlerweile 18.000 Kunden am Tag verbuche und der digitale Marktplatz mit 600.000 Nonfood-Produkten und mehr als 900 Partnern. „Hier investieren wir richtig“, kündigte Greubel an. Gefragt sei zudem die Software „Dish“ mit mehr als 240.000 Registrierungen und mehr als 20.000 zahlenden Nutzern. „Momentan verzeichnen wir rund 2500 neue Abos – pro Monat“, sagte der Metro-CEO.

Erfolg mit Zustellungen

Der Belieferungsumsatz von Metro stieg im Geschäftsjahr 2020/21 um 5,8 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro (2019/20: 3,9 Mrd. Euro) und erreichte einen Umsatzanteil von 17 Prozent. Allein im zweiten Halbjahr konnte das Belieferungsgeschäft als ausgemachter Wachstumstreiber ein Plus von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

In Deutschland indessen gab es für den Konzern ein Umsatzminus von 5,2 Prozent (4,5 Mrd. Euro). Dies sei insbesondere auf einen deutlichen HoReCa-Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2020/21 zurückzuführen. Metro Deutschland entwickelte sich aber insgesamt deutlich besser als die Tochter Rungis Express, die aufgrund der spezialisierten Ausrichtung auf Gastronomiekunden deutlich stärker unter den Auswirkungen der Lockdowns litt. Das bereinigte Ebitda stieg im Geschäftsjahr 2020/21 auf 149 Mio. Euro (2019/20: 125 Mio. Euro). „Dies ist im Wesentlichen auf eine gute Margenentwicklung und ein stringentes Kostenmanagement zurückzuführen“, sagte Greubel.

Wie wird das kommende Jahr?

Abhängig vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und entsprechender behördlicher Maßnahmen erwartet die Metro-Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2021/22 ein Wachstum des Gesamtumsatzes von 3 bis 7 Prozent und damit ein Erreichen des Vor-Pandemie-Niveaus. „Wachstumstreiber ist insbesondere das Geschäft mit Gastronomiekunden, vor allem auf der Basis einer hohen Dynamik des Belieferungsgeschäfts“, so Greubels Fazit. Für Deutschland wird allerdings – auch aufgrund des rückläufigen Tabakgeschäfts – ein unterproportionales Wachstum erwartet.

Nachhaltigkeit bleibt ein großes Ziel für den Konzern. Dazu gehören Plastik- und Müllvermeidung, weniger Lebensmittelverluste und Produkte mit Veggie- und Öko-Faktor. Vor allem aber die Minimierung von Kohlendioxid. "Wir wollen bis 2040 klimaneutral sein", sagte Steffen Greubel abschließend.

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